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Tourenwoche in der Bernina

Tour CH4: August 2011

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Auch im Jahr 2011 wollte ich wieder einen 4000er besteigen. Meine Wahl fiel auf den höchsten Gipfel in der Berninagruppe, den Piz Bernina. Diese Gruppe wird auch als der Festsaal der Alpen bezeichnet. Der Piz Bernina ist mit seinen 4048m auch gleichzeitig der höchste Gipfel der Ostalpen.
Lange musste ich im Internet nach einer Tourenwoche in diesem Gebiet suchen. Eine Rundwanderung über mehrere Hütten wurde nicht sehr häufig angeboten. Ein Bergführerbüro sagte schließlich die Tour mangels Teilnehmer ab. Dann fand ich die Tourenwoche beim Zentralen Skiverband der Schweiz und ich hatte Glück, ein Platz war noch frei.
Von Berlin fuhr ich mit einem Europa-Speziel-Ticket günstig nach Pontresina. Highlight dieser Tour war die Fahrt mit der Rätischen Bahn. Diese verkehrte ab Chur auf dem Streckenabschnitt, der im Jahre 2008 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Dazu gehört unter anderem das Schmittentobelviadukt. Die Bahn fährt über eine 65 Meter hohe Brücke in einem Bogen von 100m Radius direkt in einen Felsen hinein. Aus dem hinteren Zugteil konnte ich die Einfahrt beobachten. Auf der schweizerischen Seite fährt der Bernina-Express bis zur Alp Grüm. Wer die Zeit hat, sollte unbedingt dort hinfahren.
Geplant war eine Tour über die Coaz Hütte, die Marinelli - Bombardieri Hütte, die Marco e Rosa Hütte und der Boval Hütte. Am Abstiegstag führte die Tour über die Tschiervahütte, die einen neuen modernen Anbau erhalten hat. Während der Tourenwoche sollten drei Gipfel bestiegen werden. Der Piz Bernina (4048m), der Westgipfel des Piz Palü (3905m) und der Piz Morteratsch (3751m). Dabei waren einige Kletterstellen im II. Grad zu überwinden.
Als ich 2009 auf dem Ortler gestanden habe, zeigte uns der Bergführer den Piz Bernina und meinte, dass wir diesen ebenfalls schaffen würden, obwohl er etwas anspruchsvoller ist. Als ich mit meiner kompletten Ausrüstung vor der Marco e Rosa Hütte stand und zum Gipfel des Piz Bernina aufbrechen wollte, stand plötzlich der gleiche Bergführer vor mir. Er hatte einen Kunden den Biancograt hoch geführt. Zufall?

1. Tag: Aufstieg zur Coaz Hütte

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Pontresina steht unter dem Motto "Eldorado für Steinböcke und andere Alpinisten". Vorab sei schon einmal gesagt, dass wir Steinböcke nicht gesehen, aber genügend andere Alpinisten.
Am Mittag trafen wir uns am Bahnhof in (1) Pontresina 1800m. Bei einem kurzen Mittagsessen wurde die Tourenwoche besprochen. Dann starteten wir mit der Pferdekutsche zum (2) Hotel Roseggletscher 1999m. Zugegeben war das etwas Luxus, aber wer wollte die zusätzlichen 8km Fahrweg noch zu Fuß gehen. Die Pferde mühten sich die stetige Steigung hinauf, hinten in der Kutsche saßen sieben erwartungsfrohe Wanderer/Wanderin inklusive der Rucksäcke, die auch noch etwas wogen. Aber die nächsten Tage standen genügend lange Etappen auf dem Plan und die Kräfte sollten noch etwas geschont werden.
Am Hotel angekommen begannen wir mit dem Aufstieg zur (3) Coaz Hütte 2610m. Der Himmel hatte sich zugezogen und es begann auch bald an zuregnen. Der Weg führte zuerst parallel am Ova da Roseg entlang. Dann kam die Alm Margun Suot, wo wir uns entscheiden mussten, ob wir den Weg am Lej da Vadret weiter gehen oder den oberen Weg nutzen. Dieser steigt nicht ganz so steil an, wie der untere Weg am Talende und bietet den besseren Ausblick auf die vielen Gletscher am Roseg. Wir entschieden uns doch für den oberen Weg, obwohl die Aussicht bei diesem Wetter nicht gegeben war. Ab und zu kamen die Gletscher an den gegenüber liegenden Berghängen zum Vorschein. Wir konnten erahnen, welch fantastische Landschaft dort hinter den Wolken lag. Bald fing es an zu regnen und Hagel mischte sich dazu. Dann zog auch noch ein Gewitter auf. Wir beschleunigten den Schritt und kamen bald auf der Coaz Hütte an. Hier konnten wir unsere Sachen am Ofen trocknen. Nach einem gutem Abendessen machten wir uns bald auf in unser Lager, denn für den nächsten Tag war frühes Aufstehen vom Bergführer angesagt worden.

Bildergalerie:


  • 1) Pontresina 1800m
  • 2) Hotel Roseggletscher 1999m
  • 3) Coaz Hütte 2610m
Abbildung Höhenprofil

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2. Tag: Übergang zur Marinelli-Bombardieri Hütte

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Um 4:45 Uhr war bereits wecken. Nach einem kurzen Frühstück wurde dann gepackt und bald waren alle startklar vor der (1) Coaz Hütte 2610m. Nach einem kurzen Weg waren wir auch schon am Reseggletscher angekommen. Die Gletscherausrüstung wurde angelegt und auf ging es in das spaltenreiche Gebiet. Wir mussten über einige Gletscherspalten klettern und gewannen schnell an Höhe. Dann erreichten wir den Vadret de Sella, wo wir weiter in Richtung des (2) Passo Sella 3269m gingen. Dort angekommen machten wir ein Depot und erleichterten den Rucksack. Vom Pass aus stiegen wir auf die Gipfel des (3) I Gemelli 3497m und des (4) Piz Sella 3511m. Von hier hatten wir einen ersten Blick zum Piz Bernina, unserem morgigen Tagesziel. Daneben lag die Marco e Rosa Hütte auf einem Vorsprung. Unter uns lag der große Scerscen Gletscher.
Nachdem wir nach dem Abstieg unser Depot aufgelöst hatten, stiegen wir in Richtung des Vadretto die Scerscen Superiore ab. Auf einem Felsen konnten wir in der Mitte des Gletscher das Biwako A.Parravicinisehen.In einem großen Bogen liefen wir unterhalb der Marco e Rosa Hütte weiter zum (5) Passo Marinelli 3000m. Kurz vor dem Pass endete der Gletscher. Die Gltscherausrüstung wurde abgelegt. Ab hier wurde nun über Steinblöcke gestiegen. Hinter dem Pass ging es über Geröllfelder hinunter zur (6) Marinelli - Bombardieri Hütte 2813m.
Die Hütte liegt direkt hinter einem Felsen. Einen Blick zum Piz Bernina hat man von hier nicht. Auf der Hütte wurde zum Abend ein "Speisesaal" hergerichtet. Bei Kaminfeuer und gutem Wein wurde das Essen gereicht. Bald gingen wir zu Bett, dann am Morgen wollten wir in der Frühe zu unserem großen Ziel aufbrechen, dem Piz Bernina.

Bildergalerie:


  • 1) Coaz Hütte 2610m
  • 2) Passo Sella 3269m
  • 3) I Gemelli 3497m
  • 4) Piz Sella 3511m
  • 5) Passo Marinelli 3000m
  • 6) Marinelli Hütte 2813m
Abbildung Höhenprofil

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3. Tag: Aufstieg zur Marco e Rosa Hütte/ Piz Bernina

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Frühstück gab es schon um 4:30 Uhr. Zwar war es recht einfach, aber Kaffee gab es aus dem Automaten, der gut schmeckte. Dann machten wir uns mit dem ersten Tageslicht an den Aufstieg zum (2) Passo Marinelli 3000m. Von der (1) Marinelli - Bombardieri Hütte 2813m aus konnten wir vor uns den Schein der Stirnlampen weiterer Seilschaften sehen. Vom Pass ging es wieder über die Felsblöcke hinunter zum Vadretta di Scerscen. Hier legten wir die Gletscherausrüstung an und gingen unterhalb des Gipfels vom Cresta Guzza über den Gletscher zur steilen Gletscherflanke, die zur Scharte des Cresta Guzza hinauf führte. Vor uns konnten wir Seilschaften sehen, die die 500 Höhenmeter an der 40° steilen Wand direkt aufstiegen. Unser Bergführer wählte den Weg an der linken Seite. Hier konnten wir am Anfang in kurzen Kehren aufsteigen und etwas Kraft sparen. Nach ca. 200 Höhenmeter kamen wir zum Einstiegspunkt des Klettersteiges, der zur (3) Marcoe e Rosa Hütte 3609m hinauf führte. Wir probierten den Einstieg, aber hier fehlte eine Einstufe, um mit den Steigeisen und den Rucksäcken auf den ersten Felsvorsprung zu gelangen. Also blieb auch uns nur der Aufstieg über die steile Gletscherflanke. Mit dem Einsatz der Frontzacken und dem Eispickel stiegen wir zur Scharte auf. Über uns blies der starke Wind die Einskristalle über die Scharte, die dann auf uns herunter prasselten. Bald waren wir auf der Hütte angekommen, wo nun eine Pause einlegt wurde. Bei einer Tasse Tee und etwas Essen stärkten wir uns wieder. Die Ausrüstung wurde neu sortiert und unnötiges Material auf der Hütte deponiert. Die Hütte war neu ausgebaut. Im Lager gab es für jeden ein Fach zur Ablage der Sachen, aber die Schlaflager waren sehr schmal. So war für die Nacht das Kuscheln mit dem Nachbarn unvermeidbar. Aber wir hatten ja heute noch etwas vor.

Nach einer Stunde begannen wir dann der Besteigung des Piz Bernina.
Gleich hinter der (1) Marcoe e Rosa Hütte 3609m führte der Weg über einen kleinen Gletscher steil hinauf zum Spagralgrat. Auch hier mussten wir stellenweise die Frontzacken der Steigeisen einsetzen um voran zu kommen. Dann stiegen wir in den Bereich des Labyrinth ein. Ab hier mussten wir klettern. Gesichert am Seil stiegen wir am Felsen hinauf. Immer wieder wechselte der Weg zwischen Felsen und Schneegrat. Große Wächten standen auf dem Grat, die wir umsteigen mussten. Dann begann der letzte Aufstieg und wir standen nach über 3 Stunden auf dem Gipfel des (2) Piz Bernina 4048m. Eine grandiose Aussicht erwartete uns hier. Die Monte Rosa und die Berna Alpen im Westen, das Ortlergebiet im Osten waren die markanten Punkte. Unter un breitete sich das Gebiet der Bernina aus. Nicht umsonst wird es als der Festsaal der Alpen bezeichnet. Wer hier oben steht, kann nachvollziehen, wie es zu dieser Bezeichnung gekommen ist.
Rechter Hand der Piz Palü mit seinen Gipfeln, daneben die Bellavista, linker Hand der Piz Roseg und vor uns der Biacograt mit dem Piz Morteratsch, der gleich dahinter liegt. Vom Grat stiegen ebenfalls noch Bergsteiger auf. Nach unserem Gipfelfoteo stiegen wir wieder ab. Ich war der "Ankermann" und ging nun voraus. So konnte ich trotz der Anstrengung den Ausblick über den Spagralgrat genießen. Wieder erwartete uns die kletterei am Labyrinth. Hier seilte uns der Bergführer ab, weil wir so schneller hinunter kamen. Leider konnte ich nicht sehen, dass noch Bergsteiger unter uns durch die Abseilstelle durch stiegen. Also musste ich das Abseilen abbrechen und ausweichen. Dabei trat ich dann ins leere und fiel in das Seil.Ein kurzer Schreck aber zum Glück ist nichts passiert. Das Seil pendelte kurz aus Dann hatte ich schon wieder den Gletscher unter den Füßen. An einem Haken an der Felswand konnte ich mich sichern und durchatmen. Nachdem alle abgeseilt waren, stiegen wir über den Gletscher hinunter zur Hütte. Jetzt wurden alle schneller. Wir hatten hunger und wollten auf den Gipfelsieg anstoßen.
Am Abend gab es das übliche Menü, Pasta und Braten. Dann stießen wir mit selbstgemachten Grappa vom Hüttenwirt an. Aus den großen Hüttenfenstern heraus konnten wir den roten Abendhimmel sehen.

Bildergalerie:


  • 1) Marinelli Hütte 2813m
  • 2) Passo Marinelli 3000m
  • 3) Passo Marinelli 3000m
Abbildung Höhenprofil

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  • 1) Marco e Rosa Hütte 3609m
  • 2) Piz Bernina 4048m
Abbildung Höhenprofil

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4. Tag: Übergang zur Boval Hütte / Piz Palü

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Frühstück gab es heute Ausnahmsweise erst um 5:30 Uhr. Unser Weg führte uns am Morgen von der (1) Marco e Rosa Hütte 3609m ersteinmal unterhalb der Bellavista entlang. Auf leicht abfallendem Weg wanderten wir in Richtung (2) Furcola Fortezza 3688m. Vorbei an mehreren Gletscherspalten ging es in leichtem auf und ab und später ansteigend zur Scharte. Hier deponierten wir unser Gepäck, bevor wir uns an die Kletterei zum Westgipfel des (3) Piz Palü 3905m machten. Hoch auf dem zum Pers Gletscher steil abfallenden Grat, kletterten wir in Richtung Gipfel. Das letzte Stück führte uns über eins große Schneefeld zum Gipfel des Piz Palü. Wieder ein toller Blick in alle Richtungen und wir konnten den Spagralgrat zum Piz Bernina sehen. Einige Seilschaften waren schon auf dem Weg zum Gipfel.
Beim Abstieg folgten wir zuerst dem Weg über das Schneefeld. Vor dem Beginn des Grates stiegen wir über eine 40° steile Flanke ab. Mit den Frontzacken der Steigeisen und dem Eispickel fanden wir guten Halt. Nach ca. 150 Hm standen wir auf der Vadretta di Fedaria Ost. Von hier konnten wir in leicht abfallendem Gelände den Spuren zur Furcola Fortezza folgen. Wir lösten unser Depot auf und stiegen in Richtung der (4) Fortezza 3369m ab. Wieder war eine Kletterei im II. Grad notwendig, um zur (5) Isla Persa 2720m zu gelangen. Auf dem Weg waren viele Seilschaften unterwegs. Wir stiegen an einer Abseilstelle ein und ließen uns einige Meter ab. Dann weiter auf markiertem Steig. Es gab aber viele Griffstellen. Nach einer zweiten Abseilstelle stehen wir dann auf einem Schneefeld und stiegen weiter ab. Dann kommen einige auf die Idee, die letzten Meter auf dem Hosenboden hinunter zu rutschen. Tolle Idee, schnell haben wir 200 Hm überwunden. Die letzten Meter zur Isla Persa führt über Gletscherreste. Sie ist ein großer glatt geschliffener Felsen, der zwischen den Gletschern Morteratsch und Pers liegt. Darüber trohnt das Berggasthaus Diavolezza. Ebenfalls ein Ausgangspunkt für viele Touren. An der Gletscherflanke des Morteratsch finden wir eine kleine Oase. Ein kleiner Gletschersee, und ein kleiner Bach, der den Hang inmitten vieler Blumen herunter plätschert. Dahinter das Felsmassiv des Piz Bernina. Wir bleiben hier eine Weile im Gras liegen und genießen den Platz.

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Dann führte uns der Weg über den auslaufenden Morteratsch Gletscher zur (6) Boval Hütte 2495m. Hier roch es nach gegrillten Bratwürsten. Dem konnten wir nicht wiederstehen. In der Hütte haben wir viel Platz und können es uns gemütlich machen. Am Abend gibt es ein Schweizer Nationalgericht. Dann sind wir auch schon im Bett, denn der nächste Tag begann sehr früh.

Bildergalerie:


  • 1) Marco e Rosa Hütte 3609m
  • 2) Furcola Fortezza 3688m
  • 3) Piz Palü 3905m
  • 4) Fortezza 3369m
  • 5) Isla Persa 2720m
  • 6) Boval Hütte 2495m
Abbildung Höhenprofil

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5. Tag: Übergang zur Tschiervahütte / Abstieg Pontresina

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Letzter Tag der Tour und wieder ein früher Start. Um 5 Uhr brechen wir im Licht unserer Stirnlampen auf. Der Weg führt gleich hinter der (1) Boval Hütte 2495m den steinigen Steilhang. Wir steigen ca. 1,5 Stunden bis auf eine Höhe von ca. 3000m. Hier beginnt wieder eine leichte Kletterei, die bis zur (2) Bovalscharte 3347m hinauf führt. In unserem Rücken geht die Sonne auf und taucht die Felsen in ein gleißendes Licht. Auf der Scharte angekommen machen wir eine kurze Pause und stärken uns. Dann werden die Steigeisen und der Gurt angelegt. Hinter der Scharte gelangen wir auf den Tschierva Gletscher. Nach einem kurzen Aufstieg legen wir wieder ein Depot an. Dann geht es zum letzten Gipfelsturm bei dieser Tourenwoche. Im steilen Gelände gehen wir in kurzen Kehren kräftesparend zum Gipfel des (3) Morteratsch 3751m. Dort haben wir den Piz Bernina und den Biancograt zum greifen nahe vor uns. Am Biancograt sind einige Seilschaften zu sehen.
Nach einer ausgiebigen Pause nehmen wir Abschied vom Piz Bernina und steigen wieder hinunter zum Tschierva Gletscher. Dort lösen wir das Depot auf und wandern weiter über den Gletscher in Richtung der (4) Tschiervahütte 2583m. Der Weg führt nach dem Gletscher über viel Geröll steil nach unten. Kurz vor der Hütte muss noch einmal etwas an einem verseilten Stück geklettert werden. Links neben uns ist die gewaltige Kulisse des Roseg und dem gleichnamigen Gletscher zu sehen. Auf der Hütte angekommen genießen wir die tolle Landschaft bei einem Getränk. Es gibt unterden Bergwanderern geteilte Meinungen zum modernen Anbau. Aber alle sind sich einig, dass ein guter Luxus in der Hütte geboten wird.
Nun ist es langsam Zeit zum Abschied nehmen. Ein paar Wanderer wollen am nächsten Tag noch den Roseg besteigen und bleiben auf der Hütte. Wir steigen weiter zum (5) Gasthaus Roseggletcher 1999m ab. Bei einem Bier genießen wir noch einmal den Blick auf den Roseg. Der größte Teil der Gruppe entscheidet sich für die Kutsche nach dem langen Abstieg. In Pontresina endet nun die Tour.
Eine tolle Tourenwoche geht zu Ende. Wir konnten bei gutem Wetter 3 Gipfel erklimmen und die Aussicht auf den Festsaal der Alpen genießen. Ich bin der Meinung, dass die Bernina diesen Namen verdient hat. Ein wirklich lohnendes Ziel!

Bildergalerie:


  • 1) Boval Hütte 2495m
  • 2) Bovalscharte 3347m
  • 3) Piz Morteratsch 3751m
  • 4) Tschiervahütte 2583m
  • 5) Hotel Roseggletscher 1999m
Abbildung Höhenprofil

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Eine Erklärung zu den Symbolen und den Daten der Tagesetappen finden Sie unter dem Link "Zeichenerklärung". Weitere Informationen zur Tourenplanung und eine Checkliste stehen für Sie in der Rubrik "Hinweise" bereit.


Inhalt Ergänzungen
Inhalt Ergänzungen
Landkarte
Landkarte Schweiz
  Schweiz / Engerdin
Tourenplan
Skizze zum Tourenverlauf Skizze zum Tourenverlauf
Anreise

Für die Anreise hatte ich die Bahn gewählt. Mit einem Europa-Spezial-Ticket kam ich sehr günstig von Berlin nach Pontresina. Highlight dieser Tour war die Fahrt mit der Rätischen Bahn. Diese verkehrt ab Chur auf dem Streckenabschnitt, der im Jahre 2008 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Dazu gehört unter anderem das Schmittentobelviadukt. Die Bahn fährt über eine 65 Meter hohe Brücke in einem Bogen von 100m Radius direkt in einen Felsen hinein. Durch den Bogen konnte man dies gut beobachten. Kurz vor St. Moritz wechelte ich zum letzten Mal den Zug. Hier verkehrt der Bernina Express auf der schweizerischen Seite bis zur Alp Grüm. Wer die Zeit hat, sollte unbedingt dort hinfahren.

Skizze Anfahrtbeschreibung
 
   Parkmöglichkeiten

Mit dem Auto verläuft die Anfahrt ähnlich. In Pontresina kann man in der Nähe des Bahnhofes parken. Es kostete für die 5 Tage 30 CHF.

Bewirtschaftung Hütten

In den folgenden Monaten sind die Hütten auf der Tour bewirtschaftet.


Symbol für Kalender

Zusätzliche Hinweise:
Schneelagen an den Übergängen beachten.

Ausrüstung

Anbei können Sie eine Liste ansehen, die die empfohlene Ausrüstung für diese Tour beinhaltet.


Symbol für Dokument

Download Ausrüstungsliste

Zusätzliche Informationen finden Sie unter dem Link "Ausrüstung".

Wanderkarten
  • Kompasskarte Nr.: 93
  • Swisstopo Nr.: 1277
Anbei finden Sie einige Links aus dem Internet, die hilfreich für die Vorbereitung der Tour sind:
Weitere Tourenvorschläge:
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Bild zur Tourenempfehlung
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Letzte Aktualisierung: 23.12.2016 - 17:01


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