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Watzmannumrundung

Tour DE3: Juni 2008

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Bei einer Tour im Vorjahr fand ich auf einer Hütte den Flyer mit einer Watzmanntour am Königssee. Dort bin ich 1993 zum ersten Mal gewesen und war von der Kulisse begeistert. Natürlich wollte ich auch hier eine Tour machen. Nun habe ich die Tour an dem viert höchstem Berg Deutschlands etwas erweitert und möchte sie auf den folgenden Seiten vorstellen. Wer einmal am Königssee war, der ist fasziniert von dieser traumhaften Landschaft. Dieser strahlende tiefblaue See, der vor den hellen Kalkalpen des "Steinernen Meeres" und des Watzmann liegt. Genau diese Ausblicke sollten uns auf der Tour erwarten. Wir erklommen das Watzmannhaus, stiegen wieder in das Wimbachtal ab, durchwanderten eine Klamm und dann führte uns der Weg in das Steinerne Meer hinauf. Die Abstiegsroute ging vorbei am Kärlingerhaus und hinunter zum Königssee, wo uns das Schiff wieder zum Ausgangspunkt brachte.

1. Tag: Aufstieg zum Watzmannhaus

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Gegen Mittag kamen wir am (1) Königssee 600m an und stellten die Autos auf dem bewachten Parkplatz ab am Königsseee ab. Hier trafen wir auch weitere Mitwanderinnen und so ging es zu sechst, nach einem Foto am Königssee, gleich weiter zur berühmten Bobbahn. Hier stiegen wir in unsere Tour ein und ließen auch gleich den Trubel des Königssees hinter uns. Steil ging es auf schmalen Wegen durch die Wälder hinauf. Vorbei an der (2) Klingeralm 936m kamen wir zur bewirtschafteten (3) Kühroint-Hütte 1420m. Leider hatte sich der Himmel sehr zugezogen und so blieben uns die Aussichten auf den See verwehrt. Die Hütte war in dichte Wolken gehüllt und kaum zu erkennen. Angekommen machen wir eine Paus und kosteten natürlich die Milchprodukte. Vor der Hütte stand eine Gedenkkapelle für die Bergopfer. Diese Gedenkstätte wurde durch Spenden ermöglicht und 1999 eingeweiht.
Von der Kühroint-Hütte ging es zunächst recht bequem zur (4) Falz-Alm 1600m weiter. Über die steilen Hänge des Falzköpfes erreichen wir auf dem Falzsteig (mit Seilsicherungen versehen und etwas ausgesetzt), dann über viele Serpentinen das (5) Watzmannhaus 1930m. Auf dem Weg dorthin hatte es angefangen zu regnen und ein Gewitter zog auf. Wir konnten einen Blitzeinschlag in der Nähe hören und hatten zum Glück die Hütte bald erreicht. Auf der Hütte konnten wir dann unser Lager beziehen und den Abend bei einem Glas Bier ausklingen lassen.

Bildergalerie:


  • 1) Königssee 600m
  • 2) Klingeralm 936m
  • 3) Kühroint-Hütte 1420m
  • 4) Falz-Alm 1600m
  • 5) Watzmannhaus 1930m
Abbildung Höhenprofil

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2. Tag: Übergang zur Wimbachgrießhütte

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Am Morgen hatten wir ein traumhaftes Wetter und konnten die Kulisse der Berchtesgardener Alpen und des Watzmann genießen. Erst einmal wurden Fotos gemacht, denn für den Vormittag waren noch einmal Regenschauer angesagt und die Wolken konnten wir auch schon sehen. Nach dem Frühstück stiegen wir zuerst hinab in das Wimbachtal. Unser Übernachtungsziel war die (6) Wimbachgrießhütte 1327m. Diese ist keine Alpenvereinhütte, sondern gehört den Naturfreunde. Zuerst gingen wir wieder hinab zur (2) Falz-Alm auf 1600m. Auf dem Weg waren viele Alpensalamander unterwegs und man musste gut aufpassen, um keinen zu treten. An der Fals-Alm bogen wir ab zur (3) Mitterkaseralm 1408m und ginen weiter in Richtung Wimbachbrücke und hinunter weiter zur (4) Wimbachklamm. Dieses Naturschauspiel wollten wir uns nicht entgehen lassen. Die Klamm lässt sich nur in eine Richtung durchwandern. Der Eintritt kostete 1 €.
Auf einem bequemen, sehr flachen Weg bummelten wir nun im Tal entlang, leider bei stärkeren Regengüssen. Zuerst erreichten wir das (5) Wimbachschloss 937m, welches uns noch einmal zu einer Pause einlud. Wir sahen, wie der Schotter des Gries hier immer weiter talwärts zieht und die Natur zu einem ständigen Überlebenskampf zwingt. Über allem begleitete uns die großartige Kulisse von Hochkalter- und Watzmannstock. Die Wimbachgrießhütte liegt kurz vor dem Ende des Tals und war recht gemütlich, aber sehr voll.

Bildergalerie:


  • 1) Watzmannhaus 1930m
  • 2) Falz-Alm auf 1600m
  • 3) Mitterkaseralm 1408m
  • 4) Wimbachklamm 650m
  • 5) Wimbachschloss 937m
  • 6) Wimbachgrießhütte 1327m
Abbildung Höhenprofil

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3. Tag: Übergang zum Riemannhaus

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Nach der etwas anstrengenden Tour des Vortages, wollten wir heute in das "Steinerne Meer" einsteigen. Unser erstes Ziel war das (5) Riemannhaus 2177m. Der Weg begann steil ansteigend und führt uns hinauf bis zur verfallenen (2) Trischübelam. Von hier konnten wir noch einmal das Wimbachgrießtal mit dem vielen Schotter sehen. An den bergen hielten sich leichte Nebelschwaden, was ein toller Blickfang war. Dann ging es wieder hinunter zur Quelle unterm Graskopf, um dann durch die Hundstodgrube zum (3) Hundstodgatterl 2188m hinaufzusteigen. Danach schlängelte sich der Weg unter den Ostabbrüchen des Hundstods durch, bis der Blick nach Süden wieder frei wird. Die (4) Ingolstädter Hütte 2119m kam langsam in Sicht. Es lag noch sehr viel Schnee auf dem Plateau. So war der Auf- und Abstieg recht beschwerlich und kostete entsprechend Zeit. Am Nachmittag hatten wir die Hütte erreicht und konnten bei herrlichem Sonnenschein die Schneelandschaft betrachten und fotografieren. Nun hatten wir noch die Strecke zum Riemannhaus vor uns. Der Weg ging im stetigen auf und ab über das "Steinerne Meer" in Richtung Maria Alm. Durch die Schneemassen war nicht immer die Markierung zu sehen und so mussten wir doch öfter queren, um die Spuren zu finden. Bald konnten wir die markanten Felsen am Riemannhaus sehen. Am Abend erreichten wir die Hütte, die mit einem Ausbildungslager gut gefüllt war. Die Hütte liegt traumhaft. Wir konnten von der Terrasse den Großglockner mit den hohen Tauern sehen. Am Abend saßen wir noch lange auf der Terrasse und betrachteten das Lichtermeer von Maria Alm und Saalfelden. Auf der Hütte gab es einen der besten Marillenbrände, den wir bei diesem Ausblick genossen.

Bildergalerie:


  • 1) Wimbachgrießhütte 1327m
  • 2) Trischübelam 1800m
  • 3) Hundstodgatterl 2188m
  • 4) Ingolstädter Hütte 2119m
  • 5) Riemannhaus 2177m
Abbildung Höhenprofil

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4. Tag: Abstieg zum Königsee

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Heute ist nun unser letzter Tag der Wanderung angebrochen. Wir nehmen Abschied vom "Steinernen Meer" und stiegen über die Hochfläche hinab zum (2) Kärlingerhaus 1630m, welches malerisch am Ufer des Funtenssee liegt. Dabei ging es vorbei an den tafelförmigen Hochflächenerhebungen des Rotwandls. Da am Abend das Endspiel der Europameisterschaft im Fußball anstand, machten wir erst einmal eine Aufnahme der Gamaschen, die wir passend in den Nationalfarben angezogen hatten, was für ein Zufall. Angekommen am Kärlingerhaus machten wir noch einmal Pause und genossen die Landschaft. In den Prospekten wurde nicht zuviel versprochen, ein lohnendes Ziel. Der Weg führt uns langsam fallend über die Karstfläche, bis wir am Beginn der "Saugasse" stehen, einem schmal eingeschnittenen Graben. Dort leitet uns ein gut ausgebauter Weg in flachen Serpentinen einfach hinunter in den Talgrund. Atemberaubend sind die Felswände, die uns den Abstieg entlang begleiten. Am Ende der "Saugasse" tauchen wir in einen Märchenwald mit uralten Baumriesen ein, die uns auf dem Weg zum Königssee nach (3) St. Bartholomä 603m begleiten. Von hier hatten wir einen wunderschönen Blick über den See und konnten die vielen kleinen Boote fahren sehen.
Angekommen in St. Bartholomä konnten wir uns noch einmal stärken, bevor wir das Schiff nahmen und den Rest des Weges über den See auf unsere Tour in den Bergen zurückblicken konnten. Die Fahrt kostet 6,60 €. Alle waren nach dem langen Abstieg geschafft, aber die Bergkulisse entschädigte noch einmal für alles. Danach treten wir die Heimreise an.
Spontan hielten wir in einem kleinen Ort an der Autobahn an und schauten dort auf dem Dorfplatz das Endspiel der Europameisterschaft, welches leider verloren ging. Weit nach Mitternacht waren wir wieder in Berlin.

Bildergalerie:


  • 1) Riemannhaus 2177m
  • 2) Kärlingerhaus 1630m
  • 3) St.Bartholomä 603m
  • 4) Schönau 600m
Abbildung Höhenprofil

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Eine Erklärung zu den Symbolen und den Daten der Tagesetappen finden Sie unter dem Link "Zeichenerklärung". Weitere Informationen zur Tourenplanung und eine Checkliste stehen für Sie in der Rubrik "Hinweise" bereit.


Inhalt Ergänzungen
Inhalt Ergänzungen
Landkarte
Landkarte Deutschland
  Deutschland / Bayern
Tourenplan
Skizze zum Tourenverlauf Skizze zum Tourenverlauf
Höhenprofil
Höhenprofil zum Tourenverlauf

Für diese Tour stehen keine GPX-Dateien zum Download bereit.

Tourencharakter
Logo für Schwierigkeit der Tour   Hochtour / mittel


Information zur Einstufung:
  • Lange Wegabschnitte mit vielen Höhenmetern.
  • Sehr steiler Abstieg in die Saugasse.
Weitere Informationen unter dem Link "Zeichenerklärung".
 
Anreise

Die Anreise erfolgte von Berlin nach München und weiter mit dem Auto über die Bundesautobahn A8 München-Salzburg bis zur Ausfahrt Bad Reichenhall. Achtung: Hier leiten die Navigationsgeräte auf die Tauernautobahn. Bis zur ersten Abfahrt in Österreich sind es 11 Kilometer, die in der Mautpflicht sind. Von der Ausfahrt in Bad Reichenhall dann die B20 weiter bis zum Königssee.


    Tipps für Autofahrer

Skizze Anfahrtbeschreibung
 
   Parkmöglichkeiten

Dort parkten wir direkt auf dem großen bewachten Parkplatz. Die Tagesgebühr war 3 €.

Bewirtschaftung Hütten

In den folgenden Monaten sind die Hütten auf der Tour bewirtschaftet.


Symbol für Kalender

Zusätzliche Hinweise:
Schneelagen an den Übergängen beachten.

Ausrüstung

Anbei können Sie eine Liste ansehen, die die empfohlene Ausrüstung für diese Tour beinhaltet.


Symbol für Dokument

Download Ausrüstungsliste

Wanderkarten
  • Kompasskarte Nr.: 14
  • AV-Karte Nr.: 10
Anbei finden Sie einige Links aus dem Internet, die hilfreich für die Vorbereitung der Tour sind:
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Letzte Aktualisierung: 23.12.2016 - 14:04


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