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Stubaier Höhenweg

Tour N1: August 2003

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Der Stubaier Höhenweg ist sehr bekannt unter den Wanderern. Auf ihm kann man die Bergwelt rund um das Stubaital innerhalb einer Woche durchwandern. Auf dem Weg liegen die Hütten in gut zu wandernden Abständen unterhalb der großartigen Gletscherkulisse und der bekannten Gipfel, wie z.B. der Wilde Freiger, dem Zuckerhütl und dem Habicht. Wunderschöne Bergseen laden in dieser Kulisse zum verweilen ein. Die Wege erfordern an einigen Stellen die Trittsicherheit. Durch Seile wird zusätzliche Sicherheit geboten. Auch muss mit Schneefeldern zu allen Jahreszeiten gerechnet werden.
Im August des superwarmen Sommer 2003 wanderten wir auf dem Stubaier Höhenweg. Unser Startpunkt war die Dresdener Hütte. Von hier ging es über das Beiljoch zur Sulzenau Hütte, der Nürnberger Hütte und weiter an den Feuersteinen vorbei zur Bremer Hütte im Gschnitztal. Von dort wanderten wir zur Innsbrucker Hütte und stiegen über die Elferhütte nach Neustift in das Stubaital ab.

1. Tag: Aufstieg zur Sulzenau Hütte

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Am Morgen waren wir pünktlich um 8 Uhr in Neustift angekommen, um den Bus nach (1) Mutternberg 1721m zur Seilbahnstation zu bekommen. Nur viel dieser aus und so mussten wir eine Stunde warten. Also fuhren wir mit dem nächsten Bus quer durch das Stubaital zum Talschluss. Hier angekommen nahmen wir die Seilbahn und fuhren bis zur Mittelstation. An der (2) Dresdener Hütte 2308m machten wir unsere Ausrüstung fertig und nach einem Gruppenfoto begannen wir mit dem Aufstieg zum (3) Beiljoch 2672m. Der Weg zieht sich steil in Serpentinen durch eine Steinwüste nach oben. Am Beiljoch wurden in früheren Jahren viele mannshohe Steinmännchen errichtet, die mit dem Sulzenauferner im Hintergrund ein tolles Foto abgeben. Von hier kann man den Gletscher in seiner ganzen Schönheit bewundern, der sich den Hang hinunter in das Tal schiebt. Dahinter trohnt das Zuckerhütl, der höchste Berg der Stubaier Alpen. Nach einer Pause machten wir uns an den Abstieg zur (4) Sulzenauhütte 2191m. Der Weg dorthin verläuft unterhalb des großen Trögler und ist an einigen Stellen verseilt bzw. etwas ausgesetzt. Eine andere Route führt über den Gipfel des Trögler und kann auch für den Übergang genutzt werden. Bei der großen Hitze schmolzen die Gletscher stark ab und alle Bäche waren randvoll mit Schmelzwasser. Kurz vor der Hütte kommt man an die Blaue Lacke, einem kleinen See. Hier machten wir noch einmal eine Pause, bevor wir zur Hütte weiter wanderten.
Auf der Hütte angekommen, bezogen wir unser Lager. Eine kleine Gruppe machte sich noch auf den Weg zur (5) Sulzenaualm 1854m. Hier schnitzt der Wirt alles alleine und jeder Stuhl hat sein eigenes Gesicht. Schon das Tor zu öffnen ist interessant und der Hüttenstempel befindet sich bei einer Figur als Zunge im geöffneten Mund. Nach einer Pause stiegen wir wieder auf zur Sulzenauhütte. Beim Aufstieg konnten wir den gewaltigen Wasserfall bewundern.
Am Abend genossen wir nach einem anstrengenden Tag den Hüttenzauber bei einem Marillenbrand, bevor wir zur Nachtruhe gingen.

Bildergalerie:


  • 1) Mutternberg 1721m
  • 2) Dresdener Hütte 2308m
  • 3) Beiljoch 2672m
  • 4) Sulzenauhütte 2191m
  • 5) Sulzenaualm 1854m
Abbildung Höhenprofil

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2. Tag: Übergang zur Nürnberger Hütte

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Heute hatten wir nur eine kurze Tour geplant. Wir wollten zur (4) Nürnberger Hütte 2278m wandern. Hinter der (1) Sulzenauhütte 2191m stiegen wir ein kurzes Stück ab. Dabei beobachteten wir einige Murmeltiere. Dann ging es steil nach oben zum (2) Grünausee 2328m. Dieser liegt vor der großen Kulisse des Wilden Freiger und dem Grünauferner. An dem See legten wir eine längere Pause ein, um das Panorama auf uns wirken zu lassen und ein Bad im kühlen Nass zu nehmen. Für den Übergang zur Nürnberger Hütte wählten wir die Route über die (3) Mairspitze 2780m. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem weiteren kleinen See vorbei, in dem Steinmännchen platziert waren. Hier begann der Aufstieg zur Spitze. Am Gipfelkreuz angekommen, konnten wir den Blick auf die umliegenden Berge und das Stubaital genießen. Die Maierspitze gehört mit zu den schönsten Aussichtsbergen des Tales. Im Anschluss kletterten wir über die Felsblöcke hinunter bis zur Nürnberger Hütte. Hier konnten wir duschen und anschließend auf der sonnigen Terrasse ausspannen.

Bildergalerie:


  • 1) Sulzenauhütte 2191m
  • 2) Grünausee 2328m
  • 3) Mairspitze 2780m
  • 4) Nürnberger Hütte 2278m
Abbildung Höhenprofil

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3. Tag: Übergang zur Bremer Hütte

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Wieder eine kurze Etappe, die uns zur (3) Bremer Hütte 2411m führte. Von der (1) Nürnberger Hütte 2278m verlief der Weg erst etwas abwärts in das Tal, bevor wir den ersten Anstieg zum unteren Grübl bewältigen mussten. Dort angekommen konnten wir ein mit Wollgras übersätes Tal bewundern. Überall blühte das Wollgras und zwischen drin schlängelte sich ein Bach durch die Wiesen. Nach einer Pause ging es weiter zum Zollhaus, welches am (2) Simmingjöchl 2700m steht. Hier legten wir unsere Rucksäcke ab und gingen auf dem Grat weiter in Richtung des Simmingferner Unterhalb des Gletschers gab es ein Gletscherauge mit einer gewaltigen Eishöhle, die man aber nicht begehen kann. Zurück am Zollhaus machten wir uns auf den letzten Abschnitt des Tages und stiegen zur Bremer Hütte ab. Der Weg zog sich lang hin und bald war auch schon die Hütte unterhalb der Wetterspitze zu sehen. Die Hütte hat eine sehr schöne Lage. Hoch über dem Gschnitztal hat man von hier eine Sicht auf das Kirchdach, den Habicht und die Tribulaun, die markanten Gipfel des Tales.
Am Abend machten wir einen Probeabstieg am 30m hohen Kamin, den wir am nächsten Tag auf dem Weg zur Innsbrucker Hütte mit Gepäck bewältigen mussten und gingen im dahinter liegenden Lautersee baden, bevor wir die Spezialitäten der Hütte zum Abendessen probierten. Diese sind auf jeden Fall empfehlenswert, wie auch der Marillenbrand, den uns der Wirt am Abend anbot. Übrigens die erste Hütte, auf der ich bargeldlos bezahlen konnte.

Bildergalerie:


  • 1) Nürnberger Hütte 2278m
  • 2) Simmingjöchl 2700m
  • 3) Bremer Hütte 2411m
Abbildung Höhenprofil

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4. Tag: Übergang zur Innsbrucker Hütte

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Der vierte Tag war nun etwas anstrengender. Zuerst musste der 30m hohe Kamin durchstiegen werden und dann geht es über 3 Jöchl im stetigen Auf und Ab über dem Gschnitztal zur (3) Innsbrucker Hütte 2369m. Die Wege sind an einigen Stellen verseilt und Trittsicherheit ist auf jedem Fall notwendig. Einige Wanderer der Gruppe nutzten den Service der Hütte und ließen die Rucksäcke transportieren. Diese lagen dann am Abend an der Innsbrucker Hütte neben dem Lift.
Wir starteten am frühen Morgen. Am Kamin angekommen gab es einen kleinen Stau, da vor uns viele Kinder in der Gruppe waren und verständlicher Weise die Sicherung etwas aufwendiger war. Als wir unten am Fuße des Kamin angekommen waren, konnten wir sehen, dass ein Steinbock den ganzen Abstieg aus unmittelbarer Nähe beobachtet hatte. Er lag auf einem Felsblock nur wenige Meter neben der Abstiegsroute. Nun ging es weiter zum ersten Aufstieg, der es gleich in sich hatte. An einigen Stellen war der Weg verseilt. Oben angekommen, hatte man gleich den weiten Weg zur (2) Pramarnspitze 2511m vor Augen. Der Weg schlängelt sich erst ein Mal talabwärts. Dann ging es wieder lang hinauf zur Pramarnspitze, von der man aber noch einmal einen guten Blick über das Gschnitztal hat. Noch einmal ging es abwärts und wieder Bergauf, bis wir an eine Senke kamen. Hier wartete eine große Herde Steinböcke, die sich von den Wanderern nicht stören lies. Wir beobachteten die Steinböcke eine Weile und kamen dann zur letzten Scharte des Tages mit einem Steinmännchen, von wo wir die Innsbrucker Hütte schon sehen konnten. Wir waren es noch ca. 45min zur Hütte und dann hatten wir die Tagestour geschafft. Die Hütte war sehr voll. Hier sind natürlich viele Kletterer unterwegs, die am Morgen auf den Habicht wollten. Wir ließen den Abend auf der Terrasse ausklingen und konnten den aufziehenden Vollmond begrüßen.

Bildergalerie:


  • 1) Bremer Hütte 22411m
  • 2) Pramarnspitze 2511m
  • 3) Innsbrucker Hütte 2369m
Abbildung Höhenprofil

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5. Tag: Abstieg nach Neustift

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Nun brach unser letzter Tag an. Heute stiegen wir nun nach (4) Neustift 993m ab. Wir wählten den Weg über die (2) Karalm 1747m und wollten dann zur (3) Elferhütte 2004m aufsteigen. Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns am Morgen an den Abstieg. Zuerst ging es weit hinunter zur Karalm in das Pinnistal. Von hier gibt es auch die Möglichkeit durch das Pinnistal nach Neustift weiter zu wandern, aber der Weg ist eindeutig der weitere. Allerdings kann auch ein Hüttentaxi ab der Pinnisalm für die Rückfahrt genommen werden. Wir stiegen von der Karalm auf dem Panoramaweg in Richtung der Elfertürme auf und wanderten weiter bis zur Elferhütte. Hier angekommen stärkten wir uns mit einem Kaiserschmarren und fuhren dann mit dem Lift nach Neustift. Hier standen unsere Autos auf dem Parkplatz und nachdem wir unsere Sachen verstaut hatten, machten wir uns auf die lange Heimfahrt.
Wir haben auf der Tour die wunderschöne Gletscherlandschaft bei traumhaftem Wetter durchwandert. So bleiben viele schöne Erinnerungen an diese Tour. Aber der Sommer hat den Gletschern sehr geschadet. Es ist viel Eis abgetaut und die Folgen konnten wir auf den Touren der folgenden Jahre sehen.

Bildergalerie:


  • 1) Innsbrucker Hütte 2369m
  • 2) Karalm 1747m
  • 3) Elferhütte 2004m
  • 4) Neustift 993m
Abbildung Höhenprofil

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Eine Erklärung zu den Symbolen und den Daten der Tagesetappen finden Sie unter dem Link "Zeichenerklärung". Weitere Informationen zur Tourenplanung und eine Checkliste stehen für Sie in der Rubrik "Hinweise" bereit.


Inhalt Ergänzungen
Inhalt Ergänzungen
Landkarte
Landkarte Österreich
  Österreich / Tirol
Tourenplan
Skizze zum Tourenverlauf Skizze zum Tourenverlauf
Höhenprofil
Höhenprofil zum Tourenverlauf

Für diese Tour stehen keine GPX-Dateien zum Download bereit.

Anreise

Die Anfahrt erfolgt über den Fernpass oder auf der Inntalautobahn nach Innsbruck. Hier auf die Brenmnerautobahn abbiegen und bis zur Ausfahrt Schönberg (Exit 10) fahren. Das Stubaital erreichen man über die B 183. Bis Neustift sind es dann ca.15km.
Alternativ kann man auch auf der mautfreien Brennerstraße bis Schöneberg fahren.


    Tipps für Autofahrer

Skizze Anfahrtbeschreibung
 
   Parkmöglichkeiten

In Neustift stellten wir das Auto am Elferlift ab. Dort befanden sich auch die Bushaltestelle in der Nähe. Der Parkplatz ist im Sommer nicht gebührenpflichtig.

Bewirtschaftung Hütten

In den folgenden Monaten sind die Hütten auf der Tour bewirtschaftet.


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Zusätzliche Hinweise:
Keine.

Ausrüstung

Anbei können Sie eine Liste ansehen, die die empfohlene Ausrüstung für diese Tour beinhaltet.


Symbol für Dokument

Download Ausrüstungsliste

Wanderkarten
  • Kompasskarte Nr.: 83
  • AV-Karte Nr.: 31/1
Anbei finden Sie einige Links aus dem Internet, die hilfreich für die Vorbereitung der Tour sind:
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Letzte Aktualisierung: 28.12.2016 - 18:53


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