Springe direkt zu: Inhalt, Servicemenue, Hauptmenue

Kopf
Inhalt

Durchquerung
Lechquellengebirge

Tour N7: Juli 2008

Logo für Wanderer43km Logo für Uhrzeit5 Tage Logo für Höhenmeter - Aufstieg4295hm


 

Der Lech ist einer der letzten echten Wildflüsse Tirols. Bei dieser Tour finden wir eine sehr schöne Natur und abwechslungsreiche Wegabschnitte innerhalb der Lechtaler Kalkalpen. An vielen Stellen können wir die Ausblicke in die umliegenden Gebirgsgruppen, wie das Verwall und das Rätikon genießen. Für den Juli hatte ich eine Schnuppertour geplant. Da bot sich das Lechquellengebirge mit den vermeintlich einfachen Wanderwegen an. Diese wurde in den Tourenbeschreibungen als eine Genusstour, die nicht allzu anspruchsvoll und anstrengend ist, eingestuft. Geplant war der Aufstieg zur Biberacher Hütte. Von dort sollte es über die Göppinger und Freiburger Hütte zur Ravensburger Hütte gehen. Dann wollten wir in die Lechtaler Alpen zur Stuttgarter Hütte weiter laufen und von dort nach Lech absteigen.
Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und wir mussten vor Ort neu planen. Also entschieden wir uns für die Ravensburger Hütte. Diese war ohne große Umstände zu erreichen und lag in der Hüttenrunde, die wir nun entgegengesetzt der ursprünglichen Planung durchführten. Trotzdem hatten wir dann gutes Wetter und den Mut die Übergänge zu den Hütten zu nutzen. So konnten wir eine 5tägige Hüttentour in einer wunderschönen Landschaft durchführen und viele Eindrücke mit nach Hause nehmen.

1. Tag: Aufstieg zur Ravensburger Hütte

Logo für Wanderer2km Logo für Uhrzeit1h Logo für Höhenmeter - Aufstieg160hm Logo für Höhenmeter - Abstieg40hm Logo für Schwierigkeit der Tagesetappeleicht

Bei der Ankunft in (1) Lech 1447m hingen die Wolken sehr tief und es regnete. In den höheren Lagen war zu erkennen, dass es sogar schneite. Auch die Biberacher Hütte riet uns von einem Aufstieg ab. Somit mussten wir die Tour umplanen. Da für die nächsten Tage gutes Wetter angesagt war, wollten wir aber schon einmal in die Berge, um am nächsten Tag in unsere Hüttentour einsteigen zu können.
Wir fuhren am Nachmittag mit dem Bus in das Zugertal und weiter hinauf bis zum (2) Spullersee 1830m. Von hier hatten wir noch eine Stunde Fußmarsch auf dem Fahrweg zur (3) Ravensburger Hütte 1948m. Der Regen fing an nachzulassen und so hatten wir gute Hoffnung für die Wetterbesserung am nächsten Tag.
Die Hütte war recht leer und einigen Wanderern ging es wie uns. Auch sie hatten die Hütte ausgewählt und warteten auf die angekündigte Wetterbesserung. Ein Übergang auf andere Hütten war an diesem Tag nicht möglich gewesen.

Bildergalerie:


  • 1) Lech 1447m
  • 2) Spullersee 1830m
  • 3) Ravensburger Hütte 1948m
Abbildung Höhenprofil

Zum Seitenanfang

2. Tag: Übergang zur Freiburger Hütte

Logo für Wanderer13km Logo für Uhrzeit4,5h Logo für Höhenmeter - Aufstieg620hm Logo für Höhenmeter - Abstieg680hm Logo für Schwierigkeit der Tagesetappemittel

Der Blick am Morgen aus dem Fenster entschädigte sofort für den Vortag. Strahlender Sonnenschein in einer wunderschönen Landschaft in Richtung des Spullersee. Wir frühstückten und starteten auf unsere Tagesabschnitt zur (5) Freiburger Hütte 1931m.
Aber erst einmal begann unsere Tour mit Hindernissen. Auf dem Weg wurden Kühe für den Wechsel der Weiden zusammengetrieben. So war es schwierig zwischen den Kühen hindurch zukommen, ohne sie auseinander zutreiben. Am (2) Spullersee 1830m angekommen, umrundeten wir diesen und begannen mit dem Aufstieg zum (3) Gehrengrat 2443m. Vor uns waren noch ein paar Wanderer unterwegs. Doch irgendwie haben alle den Abzweig verpasst und so begann die Suche nach dem Weg. Diesen fand jeder auf seine Weise (oder auch nicht) und auch wir mussten eine längere Strecke quer über die Wiesen laufen, um den Aufstiegsweg zum Grat zu finden. Oben angekommen hatten wir einen guten Blick zurück auf den Stausee und die Ravensburger Hütte. Weiter ging es über den verschneiten Gehrengrat und nach einem kurzen Abstieg in das (4) Steinerne Meer. In dieser schroff gestalteten Landschaft kletterten wir über die geschliffenen Steine bis zum Schafjöchl 2060m. Von hier stiegen wir zur Freiburger Hütte ab. Die Hütte liegt oberhalb des Formarinsees vor der Kulisse der Roten Wand.
Nach Süden entfaltet sich das Rätikon mit seinen markanten Felsformationen. Diese Tour stand im August auf unserem Tourenplan und mit dem Fernglass konnten wir schon einem Teil des Verlaufes des Nördlichen Höhenweges folgen.

Bildergalerie:


  • 1) Ravensburger Hütte 1948m
  • 2) Spullersee 1830m
  • 3) Gehrengrat 2443m
  • 4) Steinerne Meer 2130m
  • 5) Freiburger Hütte 1931m
Abbildung Höhenprofil

Zum Seitenanfang

3. Tag: Übergang zur Göppinger Hütte

Logo für Wanderer13km Logo für Uhrzeit5h Logo für Höhenmeter - Aufstieg625hm Logo für Höhenmeter - Abstieg310hm Logo für Schwierigkeit der Tagesetappemittel

Wieder standen wir bei traumhaftem Wetter auf. Von der (1) Freiburger Hütte 1931m hatten wir gleich wieder das Panorama des Rätikon vor uns. Den Kaffee tranken wir hinter der Hütte auf einer Bank am Formarinsee und genossen den Blick auf den See mit dem sich darin spiegelnden Felsen.
Dann starteten wir auf eine lange Tour zur (6) Göppinger Hütte 2245m. Erst einmal wanderten wir um den Formarinsee herum bis zur (2) Formarinalpe 1871m und begannen mit dem Aufstieg zum (3) Unteren Johannesjoch 2055m. Dieser Weg war an einigen Stellen sehr ausgesetzt und etwas abgerutscht. So war Trittsicherheit gefordert. Dann kamen wir auf ein Plato, welches dem Steinernen Meer des Vortages glich. Von hier hatten wir einen Blick zum Säntis, der sich unterhalb des Gipfels in Wolken gehüllt hatte und so einen majestätischen Eindruck vermittelte. Hinter dem Plato begann der Aufstieg zur (4) Scharte 2381m unterhalb der Schwarzen Wand. Wir gingen auf dem Steinmayerweg über einige Schneefelder an den steilen Hängen, die vor uns bereits von einigen Steinböcken begangen wurden. Oben angekommen, sahen wir das Johannestal, welches wir auf gleicher Höhe am Rande Johanneswanne querten. Nun führte uns der Weg hinauf zur (5) Ostschulter des östlichen Johanneskopfes 2408m. Von der Scharte konnten wir die Göppinger Hütte in der kargen Landschaft sehen. Die Felsen vor der Hütte waren in früheren Zeiten von Gletschern glatt geschliffen worden.
Für den Abstieg wählten wir ein Schneefeld, auf dem wir "hinunterschlittern" konnten. An der Hütte wurden wir schon von Wanderern erwartet, die wir an den Vortagen auf den vorherigen Hütten getroffen hatten. Sie wählten den Weg durch das Tal und waren vor uns eingetroffen.
Die Göppinger Hütte hat uns sehr gefallen. Die Speisekarte enthielt hausgemachte kulinarische Spezialitäten, die sehr zu empfehlen sind.

Bildergalerie:


  • 1) Freiburger Hütte 1931m
  • 2) Kartellboden 2000m
  • 3) Unteres Johannesjoch 2055m
  • 4) Scharte 2381m
  • 5) Ostschulter Johanneskopf 2408m
  • 6) Göppinger Hütte 2245m
Abbildung Höhenprofil

Zum Seitenanfang

4. Tag: Übergang zur Biberacher Hütte

Logo für Wanderer10km Logo für Uhrzeit4h Logo für Höhenmeter - Aufstieg345hm Logo für Höhenmeter - Abstieg745hm Logo für Schwierigkeit der Tagesetappemittel

Heute stand der Übergang zur Biberacher Hütte auf dem Plan. Schon beim Anziehen der Wandersachen begann es zu regnen und das Wetter blieb leider den gesamten Tag so schlecht. Zuerst stiegen wir in Richtung (2) Obere Alpschellaalpe 1682m ab. Es ging durch felsiges Gelände im fortwährenden Auf und Ab zur Alpe. Weiter ging es den Weg in Richtung (3) Untere Alpschellaalpe 1440m. Bei diesem Wetter erwies sich der Abstieg als recht schwierig, denn durch den Regen waren die Böden sehr aufgeweicht und damit rutschig. Im Tal angekommen, mussten wir feststellen, dass eine Brücke fehlte. Mit etwas Glück fanden wir Tal einwärts eine Stelle, die für den Übergang halbwegs geeignet war.
Dann stiegen wir weiter zur Litehütte 1836m auf. Der Weg ging führte uns vorbei an mehreren Bächen und über verseilte Wege mit einigen Auf- und Abstiegen. An der Litehütte angekommen, kam uns ein Hund zu Hilfe und führte uns auf dem Függeleweg zur Biberacher Hütte. Er wusste auch, dass der Eingang für nasse Wanderer an der Hinterfront liegt und lieferte uns dort ab. Die Hütte war recht leer, aber sehr gemütlich.

Bildergalerie:


  • 1) Göppinger Hütte 2245m
  • 2) Obere Alpschellaalpe 1682m
  • 3) Untere Alpschellaalpe 1440m
  • 4) Biberacher Hütte 1846m
Abbildung Höhenprofil

Zum Seitenanfang

5. Tag: Abstieg nach Landsteg

Logo für Wanderer5km Logo für Uhrzeit2h Logo für Höhenmeter - Aufstieg0hm Logo für Höhenmeter - Abstieg740hm Logo für Schwierigkeit der Tagesetappeleicht

Das Wetter hatte sich wieder gebessert. Wir stiegen heute den Fahrweg nach Landsteg ab. Der Abstieg war schnell geschafft. Unten angekommen, wollten wir nicht an der Straße auf den Bus warten und so liefen wir noch etwas im Tal an der Bregenzerach entlang nach Unterboden, wo wir dann in den Bus einstiegen. Mit dem Bus fuhren zurück nach Lech, wo unser Auto wohlbehütet im Parkhaus auf uns wartete. In Lech angekommen nahmen wir uns ein Quartier und ließen den Abend in der Bodenalpe, die kurz vor dem Ortseingang liegt, ausklingen. Die Alpe ist ein begehrtes Restaurant und wir hatten Glück, dass wir einen Platz bekamen.
Am nächsten Tag wanderten wir bei einer Tagestour zur Stuttgarter Hütte, die in den Lechtaler Alpen liegt. Eine wundervolle Wanderung mit vielen Aussichten auf das Lechquellengebirge. So hatten wir doch noch alle geplanten Hüttenziele erreicht.

Bildergalerie:


  • 1) Biberacher Hütte 1846m
  • 2) Landsteg 1100m
  • 3) Lech 1447m
Abbildung Höhenprofil

Zum Seitenanfang


 

Eine Erklärung zu den Symbolen und den Daten der Tagesetappen finden Sie unter dem Link "Zeichenerklärung". Weitere Informationen zur Tourenplanung und eine Checkliste stehen für Sie in der Rubrik "Hinweise" bereit.


Inhalt Ergänzungen
Inhalt Ergänzungen
Landkarte
Landkarte Österreich
  Österreich / Vorarlberg
Tourenplan
Skizze zum Tourenverlauf Skizze zum Tourenverlauf
Höhenprofil
Höhenprofil zum Tourenverlauf

Für diese Tour stehen keine GPX-Dateien zum Download bereit.

Anreise

Die Anfahrt erfolgt über den Fernpass und weiter auf der Inntalautobahn über Landeck und zum Arlbergtunnel (mautpflichtig) nach St. Anton.
Oder auf der A7/ A96 Richtung Bregenz und über die A14 Rheintal- und Walgauautobahn, Ausfahrt Langen.
Weiter hinauf zum Arlbergpass und an der Alpe Rauz zum Flexenpass abbiegen.


    Tipps für Autofahrer

Skizze Anfahrtbeschreibung
 
   Parkmöglichkeiten

In Lech stellten wir das Auto kostenlos im Parkhaus ab. Vor dem Parkhaus befand sich die Bushaltestelle in Richtung des Zugertal.

Bewirtschaftung Hütten

In den folgenden Monaten sind die Hütten auf der Tour bewirtschaftet.


Symbol für Kalender

Zusätzliche Hinweise:
Schneelagen an den Übergängen beachten.

Ausrüstung

Anbei können Sie eine Liste ansehen, die die empfohlene Ausrüstung für diese Tour beinhaltet.


Symbol für Dokument

Download Ausrüstungsliste

Wanderkarten
  • Kompasskarte Nr.: 32
  • AV-Karte Nr.: 3/2
Anbei finden Sie einige Links aus dem Internet, die hilfreich für die Vorbereitung der Tour sind:
Weitere Tourenvorschläge:
Lechtaler Alpen
Bild zur Tourenempfehlung
Logo für Uhrzeit 5 Tage Logo für Kalender 2006
Stubaier Alpen
Bild zur Tourenempfehlung
Logo für Uhrzeit 5 Tage Logo für Kalender 2005
Lechtaler Alpen
Bild zur Tourenempfehlung
Logo für Uhrzeit 4 Tage Logo für Kalender 2012

Letzte Aktualisierung: 02.08.2017 - 18:15


Menue Seitenende
Fuss