Springe direkt zu: Inhalt, Servicemenue, Hauptmenue

Kopf
Inhalt

Lechtaler Höhenweg I

Tour N2: Juli 2006

Logo für Wanderer69km Logo für Uhrzeit5 Tage Logo für Höhenmeter - Aufstieg6550hm


 

Die Lechtaler Alpen sind die flächengrößten Gebirge der nördlichen Kalkalpen. Sogar einen Dreitausender verzeichnet die Gebirgsgruppe für sich. Entlang des Höhenweges finden wir elf Hütten, die für eine Hüttentour gewählt werden können und die Tour recht flexibel gestalten lassen. Der Höhenweg ist sehr abwechslungsreich, mit einem ständigen auf und ab läuft man von Scharte zu Scharte und Jöchl zu Jöchl. An einigen Stellen ist der Weg zur Sicherung verseilt, obwohl man denen nicht immer vertrauen kann.
Da wir nur fünf Tage für die Tour frei nehmen konnten, wählten wir das Stück zwischen der Ulmer Hütte und dem Württemberger Haus, mit der Option eventuell die Steinseehütte am letzten Tag mit aufzusuchen. Die Stuttgarter Hütte mussten wir somit auslassen. Für die Tage war leider viel Regen angesagt, aber wir wollten es trotzdem versuchen. Das Wetter war sehr durchwachsen. Auf den Hütten hatten wir aber immer die Möglichkeit unsere Sachen zu trocknen. Mir hat die Tour sehr gefallen und die letzten Hütten des Höhenweges werde ich in den nächsten Jahren mit in die Tourenplanung aufnehmen.

1. Tag: Aufstieg zur Leutkircher Hütte

Logo für Wanderer11km Logo für Uhrzeit5,5h Logo für Höhenmeter - Aufstieg950hm Logo für Höhenmeter - Abstieg300hm Logo für Schwierigkeit der Tagesetappemittel

Nachdem wir unser Auto in (1) St. Anton 1284m abgestellt hatten, fuhren wir mit dem Bus zur (2) Rauze Alp 1620m auf den Arlberger Pass. Hier begann unsere Tour mit dem Aufstieg zur (3) Ulmer Hütte 2279m. Der Einstieg war schwer zu finden. Nachdem wir etwas quer über die Wiese gelaufen waren, konnten wir den oberen Weg finden. Dieser Weg hatte auch die entsprechenden Markierungen. Dann ging es weiter durch die Wiesen hinauf zur Ulmer Hütte. Die Hütte präsentiert sich als ausgemachte Skihütte, da sie am Rande eines großen Skigebietes liegt.
Nach einer Mittagspause machten wir uns wieder auf den Weg. Zunächst stiegen wir auf das (4) Valfagehrjoch 2543m hinauf. Das Wetter zog sehr zu und so war in den Wolken der Weg recht schwer zu finden. Auch an Ausschilderungen mangelte es an einigen Stellen, da Bauarbeiten auf den Wegen stattfanden. Wieder auf dem Lechtaler Höhenweg gingen wir weiter zur (5) Leutkircher Hütte 2251m. Diese kam bald in Sicht und wir machten uns bei aufkommenden Regen an den Abstieg. Da wir die Hütte in der Nähe glaubten, verzichteten wir auf das Überziehen der Regenhosen. Dies erwies sich als ein Fehler. Der Wind wurde stärker und wir waren recht schnell durchnässt. Auf der Hütte angekommen, hatten wir zum Glück viel Platz zum Aufhängen der Sachen im Vorraum. Am Abend fielen wir dann Müde in unser Lager.

Bildergalerie:


  • 1) St. Anton 1284m
  • 2) Rauze Alp 1620m
  • 3) Ulmer Hütte 2279m
  • 4) Valfagehrjoch 2543m
  • 5) Leutkircher Hütte 2251m
Abbildung Höhenprofil

Zum Seitenanfang

2. Tag: Übergang zur Ansbacher Hütte

Logo für Wanderer18km Logo für Uhrzeit6h Logo für Höhenmeter - Aufstieg680hm Logo für Höhenmeter - Abstieg550hm Logo für Schwierigkeit der Tagesetappeschwer

Heute ging es weiter in Richtung der Ansbacher Hütte. Bei etwas Regen wanderten wir zum zuerst zum (3) Kaiserjochhaus 2310m. Hinter der (1) Leutkircher Hütte 2251m stiegen wir in Richtung des Hirschpleiskopes auf. Dann wanderten wir weiter zum (2) Schindlesattel 2471m. Hier begann der Abstieg zum Kaiserjoch. Auf der Hütte angekommen gab es einen Kaiserschmarren zur Stärkung. Auf den hatten wir uns auf dem Weg schon gefreut. Nachdem wir uns auf der Hütte aufgewärmt hatten und der Regen etwas nachließ, wanderten wir weiter zur (4) Kridlonscharte 2371m. Beim Aufstieg hatte ich etwas Pech. An einer verseilten Stelle gab das Seil nach und ich fiel rückwärts auf einen scharfkantigen Felsen. Dabei riss die neue Regenjacke auf und meine gute Laune war etwas eingeschränkt. Weiter führte uns der Weg zum (5) Hinterseejoch 2482m. Über den Th.-Haas-Weg gelangten wir an das (6) Alperschonjoch 2301m. An Joch teilt sich der Weg. Man kann die Route über die Samsspitze wählen oder außen herum über das (7) Flarschjoch 2464m gehen. Bei der schlechten Sicht entschieden wir uns für die letztere Variante. Vom Joch ging es nur noch ein kurzes Stück um den Berg, als plötzlich die Hütte vor uns auftauchte. Man konnte die (8) Ansbacher Hütte 2376m vorab nicht sehen. Die Hütte war sehr gemütlich und wir verbrachten einen Abend mit Wanderern, die wir am Tage auf der Tour kennen gelernt hatten. Draußen fing es leicht an zu schneien, aber das Wetter sollte an den nächsten Tagen besser werden.

Bildergalerie:


  • 1) Leutkircher Hütte 2251m
  • 2) Schindlesattel 2471m
  • 3) Kaiserjochhaus 2310m
  • 4) Kridlonscharte 2371m
  • 5) Hinterseejoch 2482m
  • 6) Alperschonjoch 2301m
  • 7) Flarschjoch 2464m
  • 8) Ansbacher Hütte 2376m
Abbildung Höhenprofil

Zum Seitenanfang

3. Tag: Übergang zur Memminger Hütte

Logo für Wanderer20km Logo für Uhrzeit6h Logo für Höhenmeter - Aufstieg1000hm Logo für Höhenmeter - Abstieg1130hm Logo für Schwierigkeit der Tagesetappemittel

Am Morgen war das Wetter nun wirklich besser und auf der Terrasse der (1) Ansbacher Hütte 2376m lag etwas Schnee, bei Temperaturen um -6°C. Wir starteten nun in etwas größerer Gruppe zur (6) Memminger Hütte 2242m. Zuerst liefen wir zurück zum (2) Flarschjoch 2464m. Von hier ging es oberhalb des Tales an den Hängen des Berges herum zum (3) Winterjoch 2528m und weiter zur (4) Grießlscharte 2632m. Von der Scharte machten wir uns an den Abstieg in das (5) Parseiertal 1600m. Der Weg am Abstieg war so aufgeweicht, dass wir nicht auf ihm stehen konnten. So mussten wir ein Stück über die Wiesen laufen. Dabei war gute Ausrüstung gefragt, denn es war alles nass und glatt. Im Tal angekommen starteten wir nach einer kurzen Pause mit den gleichen Problemen zur Memminger Hütte. Auch dieser Weg im Gegenanstieg war rutschig und erforderte großen Krafteinsatz, um ihn hinauf zu kommen. Vor der Hütte und an den Hängen der umliegenden Berge konnten wir Gemsem und Steinböcke sehen. Die Steinböcke wurden hier ausgewildert und kamen am Abend immer wieder zu der Stelle.
Die Hütte ist ein Stützpunkt des Weitwanderweges E5. Hier werden größere Gruppen auf dem Weg nach Meran geführt, wobei Transportmittel mit zur Hilfe genommen und auch die Rucksäcke mit den Materialseilbahnen hoch geschafft werden. So sind die Auffassungen vom Bergwandern nicht bei allen Gästen gleich.
Am Abend wurde die Sicht klarer und wir konnte vor der Hütte das Panorama genießen. Die Steinböcke bereiteten sich bereits für die Nacht vor und wir bezogen unser Lager im Dach der Hütte.

Bildergalerie:


  • 1) Ansbacher Hütte 2376m
  • 2) Flarschjoch 2464m
  • 3) Winterjoch 2528m
  • 4) Grießlscharte 2632m
  • 5) Parseiertal 1600m
  • 6) Memminger Hütte 2242m
Abbildung Höhenprofil

Zum Seitenanfang

4. Tag: Übergang zum Württemberger Haus

Logo für Wanderer8km Logo für Uhrzeit4h Logo für Höhenmeter - Aufstieg250hm Logo für Höhenmeter - Abstieg270hm Logo für Schwierigkeit der Tagesetappemittel

Wir hatten am Abend beschlossen, die Tour zu verkürzen und die Etappe zur Steinseehütte auszulassen. Die Tage waren bei dem Wetter doch recht anstrengend gewesen. So gab es heute nur den kurzen Weg zum Württemberger Haus. Dort wollten wir uns am Nachmittag ausruhen.
So stapften wir am Morgen los. Von der (1) Memminger Hütte 2242m ging es vorbei am See und weiter den Aufstieg zur (2) Seescharte 2705m hinauf. Der Aufstieg war total vereist und wir krochen fasst auf allen "vieren" hinauf. Von der Scharte hatten wir einen wunderschönen Blick in die umliegenden Täler. Dann ging es weiter auf dem Wanderweg zum Gipfelkreuz des (3) Großbergkopfes 2612m. Nach einer Pause machten wir uns dann auf den Weg zur Großbergspitze, an der der Abstieg zum (4) Württemberger Haus 2220m begann, welches wir von hier schon sehen konnten.
Die Hütte ist recht klein und verfügt nur über wenige Lager. Am Abend saßen wir hier sehr gemütlich in kleiner Runde. Darunter Wanderer, die den Fernwanderweg E5 mit Varianten liefen und so die großen Hütten vermieden.

Bildergalerie:


  • 1) Memminger Hütte 2242m
  • 2) Seescharte 2705m
  • 3) Großbergkopfes 2612m
  • 4) Württemberger Haus 2220m
Abbildung Höhenprofil

Zum Seitenanfang

5. Tag: Abstieg nach Zams

Logo für Wanderer12km Logo für Uhrzeit3,5h Logo für Höhenmeter - Aufstieg0hm Logo für Höhenmeter - Abstieg1420hm Logo für Schwierigkeit der Tagesetappemittel

Der letzte Tag ist angebrochen. Wir stiegen vom (1) Württemberger Haus 2220m nach Zams ab. Der Weg führte uns immer am Bach, der immer gewaltiger wurde, entlang bis hinunter in das Inntal. Wir kamen oberhalb von (2) Zams 800m an und konnten weit in das Oberinntal hineinschauen. Dann machten wir uns an den steilen Abstieg in den Ort. An einem übertunnelten Abschnitt konnten wir die Autobahn überqueren und nach Zams zum Marktplatz laufen. Von hier fuhren die Busse in Richtung Landeck. Dort stiegen wir noch einmal in den Bus nach (3) St. Anton 1284m um.
In St. Anton angekommen machten wir uns startklar für die lange Heimfahrt. Vorher schauten wir aber noch einmal mit dem Fernglas auf den Verlauf des Lechtaler Höhenweges und konnten einige der Hütten entdecken.

Bildergalerie:


  • 1) Württemberger Haus 2220m
  • 2) Zams 800m
  • 3) St. Anton 1284m
Abbildung Höhenprofil

Zum Seitenanfang


 

Eine Erklärung zu den Symbolen und den Daten der Tagesetappen finden Sie unter dem Link "Zeichenerklärung". Weitere Informationen zur Tourenplanung und eine Checkliste stehen für Sie in der Rubrik "Hinweise" bereit.


Inhalt Ergänzungen
Inhalt Ergänzungen
Landkarte
Landkarte Österreich
  Österreich / Tirol
Tourenplan
Skizze zum Tourenverlauf Skizze zum Tourenverlauf
Höhenprofil
Höhenprofil zum Tourenverlauf

Für diese Tour stehen keine GPX-Dateien zum Download bereit.

Anreise

Die Anfahrt erfolgt über den Fernpass und weiter auf der Inntalautobahn über Landeck und zum Arlbergtunnel (mautpflichtig) nach St. Anton.
Oder auf der A7/ A96 Richtung Bregenz und über die A14 Rheintal- und Walgauautobahn, Ausfahrt Langen.


    Tipps für Autofahrer

Skizze Anfahrtbeschreibung
 
   Parkmöglichkeiten

In St.Anton stellten wir das Auto im Ort am Bahnhof ab. Dort befanden sich auch die Bushaltestellen. Der Parkplatz ist im Sommer nicht gebührenpflichtig.

Bewirtschaftung Hütten

In den folgenden Monaten sind die Hütten auf der Tour bewirtschaftet.


Symbol für Kalender

Zusätzliche Hinweise:
Schneelagen an den Übergängen beachten.

Ausrüstung

Anbei können Sie eine Liste ansehen, die die empfohlene Ausrüstung für diese Tour beinhaltet.


Symbol für Dokument

Download Ausrüstungsliste

Wanderkarten
  • Kompasskarte Nr.: 24
  • AV-Karte Nr.: 3/2 + 3/3
Anbei finden Sie einige Links aus dem Internet, die hilfreich für die Vorbereitung der Tour sind:
Weitere Tourenvorschläge:
Lechquellengebirge
Bild zur Tourenempfehlung
Logo für Uhrzeit 4 Tage Logo für Kalender 2008
Verwallgruppe
Bild zur Tourenempfehlung
Logo für Uhrzeit 5 Tage Logo für Kalender 2006
Lechtaler Alpen
Bild zur Tourenempfehlung
Logo für Uhrzeit 4 Tage Logo für Kalender 2012

Letzte Aktualisierung: 09.01.2017 - 22:08


Menue Seitenende
Fuss