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Rundtour Hohe Tatra

Tour SK1: Juli 2015

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Am Jahresende 2004 war ich in der Hohen Tatra zum Ski fahren. Uns bot sich ein sehr erschreckendes Bild. Ein Orkan hatte in den Wäldern große Schneisen hinterlassen. Von Strbske Pleso bis Tatranska Lomnica standen nur noch wenige Bäume. Heute spricht man bei diesem Ausmaß von einer Naturkatastrophe. Bei der geplanten Wanderung wollte ich sehen, wie sich die Natur wieder erholt hat und welche Ausblicke sich dadurch auf der Tatranska Magistrala, dem Höhenweg der am südlichen Hauptkamm der Hohen Tatra entlang führt, bieten. Die Hohe Tatra wird oft auch als das kleinste Gebirge der Welt bezeichnet und ist der höchste Teil der Karpaten. Dieses kleine Gebirge hat trotzdem alles was ein Hochgebirge bietet, schroffe Felsen, lange Täler, kristallklare Bergseen, rauschende Wasserfälle und gemütliche Berghütten. Im Jahre 1993 wurde die Hohe Tatra zusammen mit dem polnischen Teil der Tatra von der UNESCO zum "Biosphärischen Naturschutzgebiet Tatra" erklärt. Von diesem Naturschutzgebiet gehören zwei Drittel des Gebirges zur Slowakei und ein Drittel zu Polen. Beide Gebiete wollten wir durchwandern. Zahlreiche Gletscherseen befanden sich unterhalb des Rysy (Meeraugspitze), der höchste Gipfel von Polen. Dazu gehörte der Morskie Oko (Meerauge) und der Czarny Slaw (Schwarzer See), sowie das Tal der fünf Seen. Insgesamt gibt es 120 Seen, die in der Slowakei „Pleso“ heißen.
Wir starteten unsere Hüttentour in Starý Smokovec und wanderten vorbei an Strbske Pleso zum Rysy. Vom Gipfel stiegen wir zum Morskie Oko ab und wanderten nach einer kurzen Busfahrt von Osten zur Grünseehütte (Chata pri Zelenom Plese) durch das Tal "Kezmarske Bielej Vody". Auf der Tatra Magistrale wanderten wir, oberhalb von Tatranska Lomnica, am Observatorium vorbei zur Tery Hütte. Über den Prinzensattel kletterten wir am letzten Tag zur Räuberhütte und stiegen wieder nach Starý Smokovec ab. Von dort traten wir unsere Heimreise nach Berlin an.
Die Planung gestaltete sich für diese Tour als sehr schwierig. Eine Durchschreitung war aufgrund der Rückreise über Kraukau aus meiner Sicht zu schwierig. Starý Smokovec ist ein zentraler Knotenpunkt der Bahn und war damit sehr gut aus Berlin zu erreichen. Auf polnischer Seite war es schwierig die Hütten frühzeitig zu buchen. Ich bekam nur Absagen und die Tour war fasst nicht durchführbar. Auch die verwendete Wanderkarte hat uns nicht alle notwendigen Informationen bereitgestellt und für Überraschungen gesorgt. Trotzdem haben wir die Tour wie geplant durchführen können und sind an den schönsten Flecken des Gebirges vorbeigekommen. Bei sehr schönem Wetter konnten wir die Täler und kristallklaren Bergseen anschauen.

1. Tag: Aufstieg zur Popradseehütte

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Unser Zug kam in (1) Starý Smokovec 1010m bereits um 7 Uhr an. Wir wollten gemütlich frühstücken und dann mit der Standseilbahn zum Ausgangspunkt fahren. In der Nähe des Bahnhofs gab es ein kleines Bistro, welches um 8 Uhr so langsam ein kleines Buffet aufbaute. Über wartende Gäste waren die Verkäuferinnen schon etwas verwundert. Aber es schmeckte sehr gut und alle wurden satt.
Die Standseilbahn (2) Hrebinok 1275m war nur wenige Gehminuten vom Bistro entfernt. Die Auffahrt kostete nur 8 EUR und für einen Euro mehr konnte man innerhalb von 5 Tagen auch wieder bergab fahren. Das passte gut in unsere Planung. Die Standseilbahn fuhr alle halbe Stunde, aber am Morgen wurde eine Fahrt eingeschoben. Sonst hätten wir etwas länger warten müssen. In Hrebinok führte direkt die Tatra Magistrale vorbei, auf der wir zu unserer ersten Hütte nach Westen wandern wollten. Der Weg begann sofort stetig anzusteigen. Der Baumbewuchs ist nach 10 Jahren immer noch sehr niedrig. Vereinzelt stehen weit sichtbar Bäume, die den Orkan überstanden haben. Ein sehr trostloses Bild und bei der Hitze fehlte uns der Schatten. In etwas höheren Lagen kamen wir in einen älteren Baumbestand, der etwas Schatten spendete. Der Weg bestand aus Steinplatten und war sehr unangenehm zu gehen. Nach zwei Stunden konnten wir bereits das (3) Schlesier Haus 1670m (Sliezsky Dom) erkennen. Bis zur Hütte mussten wir aber noch um einen Bergrücken wandern. Vor uns öffnete sich das Tal mit dem Velicke Plesow, der direkt hinter der Hütte lag. Die Hütte ist etwas moderner gebaut worden. Wir machten hier eine Pause und probierten die angebotenen Suppen.
Danach wanderten wir weiter auf der Tatra Magistrale in Richtung des (4) Batizovsky Pleso 1989m. Dieser See bot uns das perfekte Fotomotiv. Alle versuchten zwei Felsblöcke inmitten des Sees in Szene zu setzen. Hier machten wir eine Pause und setzten uns auf die Felsblöcke am Ufer. Hinter dem See mussten wir weiter bis zum (5) Sedlo pod Ostrvou 1984m aufsteigen. Kurz vor dem Sattel kamen wir zum höchsten Punkt des Tages, der bei 2040m lag. Vom Sattel hatten wir den Blick nach Strbske Plesow mit den Hotels und konnten den Abstieg zum Popradsee erkennen. Aber bis dorthin mussten wir noch 500 Höhenmeter absteigen. Der Weg ging in kurzen steilen Kehren bergab. Immer wieder mussten wir durch Geröllfelder gehen oder über Steinblöcke klettern. Dann kamen wir nach einer Stunde Abstieg an der (6) Popradseehütte 1500m (Chata pri Popradskom Plese) an.
Hier bekamen wir zwei Zimmer und hatten genügend Platz für die Rucksäcke. Die Sanitäranlagen sind neu gebaut worden und die Dusche tat recht gut. Am Abend gab es ein kleines Buffet, an dem wir uns die Gerichte aussuchen konnten. Die erste Etappe war geschafft, aber für den nächsten Tag war die Königsetappe geplant und dafür wollten wir genügend Zeit haben. Deshalb war das Frühstück sehr früh geplant, denn wir wollten zeitig starten.

Bildergalerie:


  • 1) Starý Smokovec 1010m
  • 2) Hrebinok 1275m
  • 3) Schlesier Haus 1670m
  • 4) Batizovsky Pleso 1989m
  • 5) Sedlo pod Ostrvou 1984m
  • 6) Popradseehütte 1500m
Abbildung Höhenprofil

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2. Tag: Übergang zum Stanislaw-Staszic–Schutzhaus

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Am Morgen waren wir früh aus den Betten. Am Buffet konnten wir uns das Frühstück zusammen stellen. Vor der Hütte schien bereits die Sonne und es war klar, dass es ein sehr warmer Tag werden sollte. Wir erhöhten sofort den Vorrat an Wasser in unseren Rucksäcken und begannen mit der Besteigung des Gipfels. Zu unserer Verwunderung war diese nicht an der (1) Popradseehütte 1500m ausgeschildert. Also mussten wir noch einmal die Wanderkarte aufschlagen.
Von der Popradseehütte wanderten wir zuerst ein kurzes Stück auf der Fahrstraße. Dann bog der Weg nach rechts ab. Durch den schattigen Wald kamen wir dann näher an die Berge heran. Der Baumbewuchs wurde kleiner und der Aufstieg zur ersten Hütte begann. Über eine erste Steilstufe erreichten wir den Zabie Pleso. Dort wurde eine kurze Trinkpause eingelegt. Hinter dem See begann ein kurzes Wegstück, welches mit Ketten gesichert war. An einigen Stellen waren Eisentritte im Felsen eingelassen. Über die Sicherungen querten wir zu einem Einschnitt zwischen den Gipfeln. Dort führte uns der Weg über viele Felsblöcke hinauf zur (2) Rysy Hütte 2250m. Diese war bereits gut besucht, aber jeder fand noch einen Platz für die Pause. Kurz bevor wir zum Gipfel starten wollten, sahen wir die Lastenträger zur Hütte aufsteigen. Da bekam man schon ein schlechtes Gewissen, wenn man eine Cola bestellt hatte, die von den Trägern den weiten Weg hinauf getragen wurde.
Der Aufstiegsweg zum (3) Rysy 2499m war unschwer zu erkennen, denn viele Wanderer waren auf dem Weg über dem Schneefeld unterwegs. Zuerst ging es zu einer Scharte hinauf und dann war der Gipfel bereits zur linken Seite zu erkennen. Nun führten viele Wege nach oben, die irgendwie auch alle markiert waren. Es war schon schwierig einen optimalen Aufstieg zu finden. Wir setzten uns in die Scharte zwischen dem polnischen und slowakischen Gipfel, denn auf den Gipfeln machten viele Wanderer eine Pause. Es wurde nur ein kurzes Gipfelfoto gemacht.

Nach einer längeren Pause unterhalb des Gipfels begannen wir mit dem Abstieg. Der Weg führte um den Gipfel herum. Dann standen wir vor einem Grat, den wir queren mussten und der mit Ketten gesichert war. Hinter diesem Teilstück begann dann der Abstiegsweg. Zu unserer Verwunderung war dieser auf der Hälfte mit Ketten abgesichert. Viele Wanderer kamen aus dem Tal herauf gestiegen. Wir mussten sehen, dass wir kleinere Lücken für unseren Abstieg ausnutzen konnten. Aber das klappte recht gut. Allerdings versuchte der eine oder andere Bergsteiger beim Abstieg an den Ketten zu überholen. Sie hingen in Griffweite mit an den Ketten und brachten uns schnell aus dem Gleichgewicht, wenn wir die Ketten in den steileren Stellen benutzen mussten. Die Seen kamen uns immer näher und es kamen immer wieder neue Fotomotive zum Vorschein. Auf der Hälfte des Weges gab es ein kleines Plateau mit einem Felsen. Hier machten alle eine Pause und schauten über die Seen in das Tal. Noch einmal mussten wir Schneefelder queren, dann kamen wir in ein Steilstück, welches über Geröll zum (4) Czarny Staw 1583m (Schwarzen See) verlief. Nach zwei Stunden erreichten wir das Seeufer. Der Weg verlief rechts um den See herum. Den See umrundeten wir zur Hälfte und konnten dann den Abstieg zum (5) Morskie Oko 1395m erkennen. Hier saßen viele Wanderer auf den Steinen und ein Hochzeitspaar stellte sich für die Fotos vor der Kulisse des Rysy auf. Auch am nächsten Tag sahen wir ein Hochzeitspaar zum See hinauf fahren. Den Abstiegsweg zum Morske Oko überwanden wir schnell. Zum Abschluss mussten wir noch einmal am See herum laufen. Das (6) Stanislaw-Staszic-Schutzhaus 1410m (Schronisko PTTK Morskie Oko) wollte einfach nicht näher kommen. Immer wieder bog der Weg weiter an den Berghängen ein. Dann erreichten wir die Hütte nach einer Stunde und freuten uns auf ein kühles Getränk.
Auf der Schutzhütte angekommen versuchten wir nun noch einmal Betten zu bekommen, wurden aber abgewiesen. Nach der anstrengenden Tour mussten wir also noch weiter in das Tal absteigen. Vor der Hütte war es sehr voll. An sonnigen Tagen sollen hier zehntausende Besucher herkommen. Von den Parkplätzen im Tal fahren Pferdekutschen bis kurz vor die Hütte. Wir fanden aber noch einen Tisch und warteten nun auf den Rest unserer Gruppe. In größeren Abständen kamen unsere Mitwanderer geschafft vom langen Abstieg an der Hütte an. Wir aßen gemeinsam Abendessen und bei der nächsten Nachfrage wurde uns signalisiert, dass wir doch übernachten können. Was für ein Glück. So konnten wir am Abend das Panorama am Morske Oko genießen und die Tagesetappe auswerten. Es war schon ein Ereignis und alle aus der Gruppe hatten es geschafft. Vor der Hütte trafen immer mehr Wanderer in der Dunkelheit ein. Sie übernachteten auf den Bänken und wollten am Morgen zum Sonnenaufgang zum Gipfel aufsteigen. Und auch am Berg konnten wir immer wieder den Lichtschein von Stirnlampen erkennen.

Bildergalerie:


  • 1) Popradseehütte 1500m
  • 2) Rysy Hütte 2250m
  • 3) Rysy 2499m
  • 4) Czarny Staw 1583m
  • 5) Morskie Oko 1395m
  • 6) Stanislaw-Staszic–Hütte 1410m
Abbildung Höhenprofil

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3. Tag: Übergang zur Grünseehütte

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Am Morgen gab es das Frühstück erst um 8 Uhr. Als wir in den Gatsraum kamen, stand dort schon eine Schlange. Zu den Übernachtungsgästen gesellten sich die Besteiger des Rysy mit Sonnenaufgang und die ersten Neuankömmlinge aus dem Tal. Aber trotzdem hatte es die Küche im Griff und die Portionen wurden zügig zubereitet. Die Sonne hatte schon viel Kraft entwickelt und für uns sollte es ein heißer und langer Tag werden.
Von der (1) Stanislaw-Staszic–Hütte am Morske Oko wanderten wir zuerst den Fahrweg etwas bergab. Dann bog der Weg nach links an und begann sofort steil anzusteigen. Große Stufen waren mit verbaute worden. Am Berghang entlang wanderten wir dem kleinen Gipfel des Szalasiska entgegen. Beim Blick zurück konnten wir den gesamten Talkessel mit dem Morske Oko erkennen. Vom Szalasiska führte uns der Weg weiter über die Bergkuppe zum Swistowa Czuba. Dort kamen wir nach einer Stunde an und hatten einen sehr schönen Blick hinunter auf das Tal der Fünf Seen. Natürlich wurde dieser Blick mit einem Panoramafoto festgehalten.

Der Abstieg vom Gipfel war erst etwas steiler, dann flachte der Weg zum See hin ab. An der (2) Fünf-Seen-Hütte 1671m waren schon viele Wanderer eingetroffen. Alle saßen davor, oder hatten es sich am See gemütlich gemacht. Nach eine Pause machten wir uns dann auf den langen Weg in das Tal. Hinter der Hütte gab es einen kürzeren Abstiegsweg über Treppen. Am See entlang bestand die Möglichkeit einen etwas längeren Weg am Wasserfall zu gehen. Beide Wege treffen sich etwa 300 Höhenmeter tiefer wieder im Tal. Durch das Dolina Roztok ging es nun fast zwei Stunden bis zum Fahrweg, der vom Parkplatz zum Morske Oko führt. Hier angekommen sahen wir die vielen Pferdekutschen, die die Menschen zum Morske Oko brachten. Ich wanderte noch hinunter zur Roztok Hütte (Schroniske w Dolinie Roztok). Auf dieser hatten wir zur Sicherheit für den Vortag die Zimmer gebucht, weil wir am Morske Oko keine Reservierung bekommen hatten. Die Hütte liegt in einem kleinen Wäldchen und machte einen sehr guten Eindruck, aber mit dem Panorama am Morske Oko konnte sie es nicht aufnehmen. Im Anschluss liefen wir den Fahrweg hinunter und kamen nach einer Stunde an den Parkplätzen vor dem Tal an. Die waren schon überfüllt und die Autos standen die gesamte Straße bis zum Grenzübergang hinunter. Wir suchten die Bushaltestelle für den Bus nach Strebske Plesow. Unsere Befürchtung bewahrheitete sich. Die Haltestelle war erst hinter der Grenze im Ort (3) Lysa Polina 970m. Den geplanten Bus erreichten wir auch nicht. Wie sich aber dann zeigte, stimmte der ausgedruckte Fahrplan aus dem Internet nicht. Und auch die Abfahrtzeiten an der Haltestelle passten nicht so ganz überein. Wir erkundigten uns nach einem Taxi, aber für die Gruppe hätte es zweimal fahren müssen und dann wäre der Aufwand sehr groß gewesen. Zum Glück mussten wir nicht lange warten, denn es kam bald ein Bus. An der Haltestelle merkten wir auch die große Hitze. Nach ca. 40 Minuten Fahrt und für 1,50 EUR kamen wir dann an der Haltestelle am (4) Wanderparkplatz 900m des Dolina Kezmarske Bielej Vody an. Dies war die Busstation nach Kezmarske Zlaby. Vorher hatte der Bus noch die Otrschaft Tatranska Kotlina angefahren. Hier gibt es die sehenswerte Tropfsteinhöhle Belianska Jaskyna. Wir hatten aber keine Zeit für einen Besuch.
Direkt am Wanderparkplatz war unsere Hütte ausgeschildert. Es waren noch 7,5 Kilometer. Nach unserem bereits geleisteten Pensum war dies noch eine lange Strecke. Dafür stieg der Fahrweg nur langsam an. Nach einer Stunde standen wir dann am Abzweig zum Biele Pleso. Der See wäre aber noch einmal ein Umweg gewesen und für uns nicht mehr zu schaffen. Immer weiter wanderten wir durch das Dolina Kezmarske Bielej Vody, immer am Fluss entlang. Nach 2 Stunden sahen wir die (5) Grünseehütte 1551m (Chata pri Zelenom Plese) am Talende des Dolina Zelenho Plesa stehen.
Dort kamen wir pünktlich zum Abendessen an. Wir hatten die Halbpension bestellt. Diese und schmeckte war ausreichend und schmeckte sehr gut. Im Keller gab es Duschen und wir konnten uns frisch machen. Mit dem Zimmer hatten wir nicht so viel Glück. Hüttenschlafsäcke kannte man hier nicht. Somit landeten wir in einer Kammer mit Matratzen und ohne Decken. Diese war sehr eng und stehen konnte man auch nicht. Bei der Hitze brauchten wir aber keine Decken. Am Abend tranken wir noch ein Bier vor der Hütte, die hier in einer wirklich schönen Lage errichtet wurde. Wer dann noch nicht müde war, konnte in die Kellerbar gehen und den Abend ausklingen lassen.

Bildergalerie:


  • 1) Stanislaw-Staszic–Hütte 1410m
  • 2) Fünf-Seen-Hütte 1671m
  • 3) Lysa Polina 970m
  • 4) Wanderparkplatz 900m
  • 5) Chata pri Zelenom Plese 1551m
Abbildung Höhenprofil

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4. Tag: Übergang zur Edmund-Tery-Hütte

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Nach den anstrengenden Etappen der letzten beiden Tage sollte es am vierten Tag etwas einfacher werden. Von der (1) Grünseehütte 1551m sollte der Weg zur Tatra Magistrale führen und auf dieser herum in das Malá Studená Dolina (Kleines kaltes Tal). Beim Frühstück wurden wir richtig verwöhnt. In der Küche wurden auch einige kleine Speisen zubereitet.
Der Weg begann gegenüber der Hütte am See. Wir stiegen die ersten Meter nach oben und querten dann, vorbei am Cierne Pleso, am Berghang talauswärts. Am Ende des Hanges wendete der Weg sich zu einer kleinen Schlucht zwischen zwei Felsen. Hier waren Ketten angebracht worden, die aber nicht zwingend genutzt werden mussten. Danach wurde der Weg steiler und führte zum Sattel (2) Sedlo pod Svištovkou 2023m hinauf. Nach anderthalb Stunden erreichten wir den Sattel und konnten noch einmal die Grünseehütte mit ihrem markanten See erkennen. Der Abstieg vom Sattel war nicht schwierig. Bald standen wir auf der Tatra Magistrale und wanderten in Richtung Tatranska Lomnica. Oberhalb von Tatranska Lomnica gab es einen Berggasthof an der Seilbahnstation. Etwas Unterhalb steht die (3) Chata Skalnata 1751m direkt unter der Seilbahn. Hinter der Hütte starteten die Gleitschirmflieger vor den Augen vieler Wanderer.
Über die Tatra Magistrale kamen uns viele Wanderer von Starý Smokovec entgegen. Wir gingen auf dem Höhenweg bergab, bis wir zur (4) Zamkovskehy Hütte 1426m nach einer Stunde kamen. Die Hütte steht an der Wegkreuzung zur Magistrale. Hier legten wir eine Pause ein und schauten dem Trubel zu. Wir hatten aber noch 600 Höhenmeter vor uns. Der Aufstieg führte uns durch das Malá Studená Dolina (Kleines kaltes Tal). Der Weg verlief auf der rechten Seite des Tales. Vor uns konnten wir einen Wasserfall erkennen, auf den wir nun zuliefen. Dort angekommen sahen wir den Weg auf der gegenüberliegenden Seite in Serpentinen aufsteigen. Auf einem weiteren kleinen Plateau konnten wir die (5) Terryhütte 2015m (Téryho Chata) bereits über uns erkennen. Nun waren es nur noch wenige Höhenmeter und wir standen vor der Hütte.
Den Rest des Nachmittags verbrachten wir auf den Felsen an den beiden Seen. Bei einem kleinen Bad wurde gleich die Gelegenheit zum Waschen genutzt, denn in der Hütte war das Wasser recht knapp. Wir bekamen ein kleines Zimmer mit dreistöckigen Betten. Immerhin waren die Matratzen recht bequem, nur zum Besteigen der oberen Betten musste man schon recht sportlich sein. Am Abend bekamen wir eine Halbpension, die sehr gut schmeckte. Aber so richtig satt wurden wir nicht und Nachschlag gab es auch nicht. Vor der Hütte streunte ein Fuchs, der nach Essen schaute und hoffte, dass ihm die Gäste etwas gaben. Dabei kam er einem erschreckend nahe.

Bildergalerie:


  • 1) Chata pri Zelenom Plese 1551m
  • 2) Velka Svistovka 1826m
  • 3) Chata Skalnate 1751m
  • 4) Zamkovskehy Hütte 1426m
  • 5) Terryhütte 2015m
Abbildung Höhenprofil

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5. Tag: Abstieg nach Starý Smokovec

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Am letzten Tag wollten wir noch eine weitere Hütte auf unserer Tour erwandern und dabei eine Scharte erklimmen. Unser Zug fuhr erst am späten Nachmittag zurück, deshalb hatten wir genügend Zeit für die Etappe. Alternativ konnte aber durch das Malá Studená Dolina (Kleines kaltes Tal) abgestiegen werden.
Wir hatten recht gut in unseren dreistöckigen Betten geschlafen. Auf der (1) Terryhütte 2015m gab es am Morgen ein einfaches Frühstück. Im Anschluss packten wir die Rucksäcke und wanderten an den Seen vorbei. Am hinteren See bog der Weg nach links ab und wir stiegen um den Bergrücken nach oben. In der Ferne sahen wir bereits den Sedilko Sedlo, über den der Weg in Serpentinen nach Tatranská Javorina führt. Im Tal konnten wir bereits den Abzweig zum (2) Prinzensattel 2352m erkennen, den wir nach einer Stunde erreichten. In der Scharte war noch ein kleines Schneefeld zu erkennen, zu dem wir zuerst aufsteigen mussten. Dort angekommen, konnten wir die Ketten erkennen, die den Steig nach oben sicherten. Diese waren etwas höher gespannt. Auf dem Steig waren Tritte vorhanden und wir konnten sogar klettern, ohne die Ketten zu benutzen. An einigen Stellen waren zwei Ketten parallel gespannt. Dort konnten die Bergsteiger einander ausweichen. Wir konnten beide Linien benutzen, da sich keine Bergsteiger im Abstieg befanden. Nach einer kurzen Kletterei standen wir in der Scharte und konnten auf das Hochplateau "Strelecke Polia" schauen. Der Abstieg dorthin war sehr steil und führte durch etwas Geröll. Danach war es wieder viel Felsblockkletterei. Vorbei am Seen "Sive plesa" schlängelte sich der Weg um die Berghänge herum. Am Starolesniansk Pleso fanden wir noch einmal ein tolles Fotomotiv. Im See spiegelten sich die umliegenden Gipfel. Nun waren es nur noch wenige Minuten und wir standen endlich an der (3) Räuberhütte 1960m (Zbojnícka Chata). Sie erhielt ihren Namen von den Einheimischen, weil sie so dunkel war und versteckt lag. Man sagte sich, dass dort nur Räuber wohnen können. Hier machten wir unsere Mittagspause und natürlich wurde die Krautsuppe probiert.
Draußen war es sehr warm geworden und wir mussten nun durch das Velká Studená Dolina (Großes kaltes Tal) nach (4) Hrebinok 1275m absteigen. Dafür waren zwei Stunden angeschlagen. Über Felsplatten führte der Weg nicht allzu steil in das Tal hinunter. Nach einer Stunde kamen wir dann in bewaldete Abschnitte und bekamen etwas Schatten. Dann erreichten wir die Wegkreuzung, wo wir auf den Weg von der Terryhütte kamen. Hier waren viele Wanderer unterwegs. Dann erreichten wir den Berggasthof Hrebinok. Hier endete unsere Tour. Wir zogen im Gasthof die Wanderschuhe aus und nach einer Pause fuhren wir mit der Standseilbahn nach (5) Starý Smokovec 1010m. Von dort nahmen wir den Zug nach Poprad und weiter nach Bratislava. Der Nachtzug brachte uns dann zurück nach Berlin.
Eine sehr anstrengende Hüttentour lag hinter uns. Wir haben in den 5 Tagen sehr viele Kilometer und Höhenmeter absolviert. Erschwerend kam der felsige Untergrund hinzu, der ein normales Laufen nicht zuließ. Die Hütten lagen alle in sehr schönen Hochtälern und immer an Bergseen. Die Landschaft hat uns sehr gefallen und wir waren stolz darauf, dass wir diese Tour geschafft hatten.

Bildergalerie:


  • 1) Terryhütte 2015m
  • 2) Prinzensattel 2352m
  • 3) Räuberhütte 1960m
  • 4) Hrebinok 1275m
  • 5) Starý Smokovec 1010m
Abbildung Höhenprofil

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Eine Erklärung zu den Symbolen und den Daten der Tagesetappen finden Sie unter dem Link "Zeichenerklärung". Weitere Informationen zur Tourenplanung und eine Checkliste stehen für Sie in der Rubrik "Hinweise" bereit.


Inhalt Ergänzungen
Inhalt Ergänzungen
Landkarte
Landkarte Slowakei
  Slowakei / Prešovský Kraj
Tourenplan
Skizze zum Tourenverlauf Skizze zum Tourenverlauf
Tourencharakter
Logo für Schwierigkeit der Tour   Hochtour / schwer


Information zur Einstufung:
  • Einige mit Ketten gesicherte Kletterstellen. Gerade der Abstieg vom Rysy erfordert eine gute Kondition und etwas Erfahrung im Alpinen Gelände.
  • Wege sind mit Steinplatten befestigt. Trotzdem ist hohe Konzentration gefordert.
  • Länge der Tagesetappen beachten.
Weitere Informationen unter dem Link "Zeichenerklärung".
 
Anreise

Zur Hohen Tatra kann man auf unterschiedliche Varianten anreisen. Airports gibt es in Krakau und Poprad. Von Krakau kann man mit dem Bus bis Zakopane und von dort zum Morske Oko fahren. Die Tour müsste entsprechend geändert werden.
Wir haben den Zug von Berlin nach Starý Smokovec gewählt. Am Abend fuhren wir nach Prag und stiegen dort in den Nachtzug, der über Bratislava nach Poprad fuhr. Ab Poprad fährt eine kleine Bahn nach Starý Smokovec. Mit einem Europaspezialticket war dies eine günstige Möglichkeit.
Mit dem Auto gibt es die Möglichkeit über die A4 von Görlitz nach Polen zu fahren. Dort gelangt man auf der Autobahn nach Krakau und fährt dann über Zakopane zur Hohen Tatra.

Skizze Anfahrtbeschreibung
 
Bewirtschaftung Hütten

In den folgenden Monaten sind die Hütten auf der Tour bewirtschaftet.


Symbol für Kalender

Zusätzliche Hinweise:
Matratzenlager in der Hohen Tatra nur mit richtigem Schlafsack buchen.

Ausrüstung

Anbei können Sie eine Liste ansehen, die die empfohlene Ausrüstung für diese Tour beinhaltet.


Symbol für Dokument

Download Ausrüstungsliste

Zusätzliche Informationen finden Sie unter dem Link "Ausrüstung".

Wanderkarten
  • Kompasskarte Nr.: 2100
  • Kompasskarte Nr.: 2130
Anbei finden Sie einige Links aus dem Internet, die hilfreich für die Vorbereitung der Tour sind:
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Letzte Aktualisierung: 19.10.2016 - 16:39


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