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Venter Runde

Tour S2: September 2002

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Im September organisierte ich nach der ersten Tour am Similaun, noch einmal eine Hüttenrunde. Die Ötztaler Alpen hatten es mir angetan und das Brandenburger Haus als höchste Hütte lockte natürlich. Die Ötztaler Alpen haben die größte zusammenhängende Gletscherfläche in den Alpen und locken natürlich auch mit den vielen 3000dern, die sich in diesem Gletschergebiet befinden. Hier befindet sich auch die Wildspitze, der höchste Gipfel in Tirol.
So schafften wir es am letzten Wochenende im September, an dem die Hütten offen hatten. Wir wollten zuerst auf die Breslauer Hütte steigen und dann weiter über die Vernagthütte zum Brandenburger Haus wandern. Für die Gletscherquerung hatten wir uns einen erfahrenen Bergführer bestellt, der uns hier führte. Vom Brandenburger Haus wollten wir zum Hochjoch Hospiz absteigen und dann überlegen, ob wir weiter zum Refugio Bella Vista (Schöne Aussicht) gehen oder die Tour mit einem Abstieg nach Vent beenden. Die Tour führt durch eine grandiose Berg- und Gletscherwelt und hat viele Reize.

1. Tag: Aufstieg zur Breslauer Hütte

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Nach langer Fahrt erreichten wir am Morgen den Ort Ötz, wo wir frühstückten. Dabei konnten wir einen beeindruckenden Sonnenaufgang beobachten. Die Bergkulisse leuchtete, als ob ein Scheinwerfer hinter den Bergen aufgestellt worden wärewar. Im Anschluss fuhren wir weiter nach (1) Vent 1900m im Ötztal. Hier parkten wir an der kleinen Kirche, unterhalb der Brücke. Das Wetter war sehr gut. Zuerst wurde die Ausrüstung für die Gletschertour in der Bergführerstelle in Empfang genommen und der Treffpunkt mit dem Bergführer für den nächsten Tag vereinbart.
Danach begann unser Aufstieg zur (3) Breslauer Hütte 2844m. Unser erstes Ziel waren die (2) Rofenhöfe 2011m. Diese können über eine imposante Hängebrücke über die Rotenache erreicht werden. Die Hängebrücke wurde erst einmal von uns "getestet". Nach einer kurzen Pause begann der Aufstieg zur Breslauer Hütte. Der Aufstieg ist sehr steil und geht in Serpentinen den Hang hinauf. Über uns konnten wir den Gletscher sehen, der sich über die Hang am Berg schiebt.
Nach 3 Stunden Aufstieg waren alle am Ziel angelangt. Von der Breslauer Hütte hatten wir einen sehr schönen Blick auf Vent und auf das Panorama der gegenüberliegenden Berge. Diesen Blick konnten wir bei einem Radler oder Bier genießen.
Die Hütte machte einen guten Eindruck und war ausgebucht. Für die Nacht hatten wir Matratzenlager gebucht. Sie ist Ausgangspunkt für die Besteigung der Wildspitze, ein begehrtes Gipfelziel bei den Bergsteigern. Der Abend wurde nicht sehr lang, da alle etwas geschafft waren und somit gingen wir früh zu Bett.

Bildergalerie:


  • 1) Vent 1900m
  • 2) Rofenhöfe 2011m
  • 3) Breslauer Hütte 2844m
Abbildung Höhenprofil

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2. Tag: Übergang zum Brandeburger Haus

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Am nächsten Morgen war die Hütte über den Wolken. Die aufgehende Sonne war beeindruckend. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum ersten Tagesabschnitt. Die Berge waren immer noch in von den Wolken eingehüllt, aber mit der Sonne lösten sich die Wolken schnell auf. So gingen wir direkt durch die Wolken auf dem Seufertweg bis zur (2) Vernagthütte 2766m. Vor der Hütte mussten wir noch einmal zum Bach absteigen und im Gegenanstieg zur Vernagthütte aufsteigen. Dort erwartete uns unser Bergführer gegen 12:00 Uhr. Aber zuerst gab es eine Mittagspause. Dabei konnten wir die Murmeltiere unterhalb der Hütte beobachten.
Im Anschluss nun ging es weiter zum (5) Brandenburger Haus 3277m. Dieses war unser Tagesziel. Der Weg führte uns zuerst auf eine Moräne, die uns direkt zum Guslarferner führte. Auf dem Gletscher wurde die Gruppe angeseilt. Vorbei an großen Gletscherspalten erreichten wir nach 2,5 Stunden das (4) Obere Guslarjoch auf 3342m.
Eine kleine Gruppe erstieg den (3) Fluchtkogel 3500m, der mit knapp 3500m ein Muss für jeden Bergwanderer ist. Leider wurde das Wetter etwas schlechter. Somit blieb uns ein erlebnisreicher Sonnenuntergang auf dem Hausberg des Brandenburger Haus verwehrt.
In der Hütte bekamen wir ein Matratzenlager zusammen mit 20 Personen. Leider war es die letzte Übernachtung auf der Hütte. Danach wurde sie winterfest gemacht. Somit waren einige Vorräte, wie z.B. Bier aufgebraucht und wir mussten uns mit Almendudler zufrieden geben. Am späten Abend zog ein starker Sturm auf, der doch lautstark an dem festen Gemäuer der Hütte rüttelte.

Bildergalerie:


  • 1) Breslauer Hütte 2844m
  • 2) Vernagthütte 2766m
  • 3) Oberes Guslarjoch 3342m
  • 4) Fluchtkogel 3500m
  • 5) Brandenburger Haus 3277m
Abbildung Höhenprofil

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3. Tag: Übergang zum Hochjoch Hospiz

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Nach einem super Frühstück mit selbst gebackenem Brot, machten wir uns bereit für den Abstieg. Vor der Hütte wurden wir dann doch vom Wetter überrascht. Die Temperaturen waren auf -6°C gefallen und es war sehr neblig. Unser Bergführer kannte den Weg über den Kesselwandferner und somit fanden wir schnell den Einstieg in Richtung (2) Hochjoch Hospiz 2412m. Über den Gletscher ging es zuerst in Richtung des Brandenburger Jöchl und dann weiter über den Delorettweg am Gletscherbruch vorbei zur Hütte. Es sollte eine kurze Wanderung werden. Nach 2,5 Stunden bezogen wir schon unser Quartier in einem Matratzenlager für 5 Personen. Wir verabschiedeten uns von unserem Bergführer, Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und wurde von allen Beteiligten unterschiedlich genutzt. So unternahmen 2 Mitglieder eine Wanderung nach Südtirol. Die Anderen erkundeten die nähere Umgebung oder gingen einfach schlafen.
Am Mittag entschieden wir uns die Wanderung zum (3) Refugio Bellavista (Schöne Aussicht Hütte) 2.842m fortzusetzen. Das Wetter hatte sich gehalten und so wollten wir auch diese Hütte bezwingen. Der Weg ging entlang der kahlen Felshänge und war so recht schwierig zu laufen. Auf der Tour konnten wir einige Murmeltiere beobachten. Die Schöne Aussicht Hütte liegt in Südtirol direkt über dem Schnalstal, Ursprünglich war diese Hütte unser Ziel für die Nacht. Der Vorteil wäre gewesen, dass es hier warmes Wasser gab. Nach einer kurzen Rast machten wir uns wieder auf den Rückweg um pünktlich zum Abendessen wieder im Hochjoch Hospiz anzukommen. Auf dem Weg waren vor einigen einige Tagen die Schafe zurück getrieben worden. Die Südtiroler Bauern haben immer noch Weiderechte in Österreich und so werden die Schafe über den Sommer auf die Weiden gebracht und müssen den schweren Weg auf sich nehmen. Damit die Schafe sich nicht verletzen, werden alle Brücken mit Holzplatten belegt. So kamen auch wir bequem zur anderen Seite.
Am Abend wurde dann der Abschied gefeiert. Leider ist die Hüttenruhe auf 22:00 Uhr festgelegt und somit mussten wir früh in unser Lager. Wir hatten einen anstrengenden Tag vor uns und wir sollten für den nächsten Tag ausgeruht sein. In der Nacht viel das Thermometer weiter. In dem Lager war es sehr kühl und manch einer konnte nicht genug Zudecken finden, um es warm zu haben.

Bildergalerie:


  • 1) Brandenburger Haus 3277m
  • 2) Hochjoch Hospiz 2412m
  • 3) Refugio Bellavista 2842m
Abbildung Höhenprofil

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4. Tag: Abstieg nach Vent

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Nach einem schönen Abend mussten wir nun unsere Rucksäcke ein letztes Mal packen. Heute ging es zurück ins Tal und auf den langen Heimweg über die Autobahn. Am Morgen begannen wir mit dem Abstieg in das Tal nach (3) Vent 1900m. Über Nacht hatte es Frost gegeben. So hatten wir am Morgen wunderschöne Fotomotive, aber auch Probleme bei der Glätte auf dem Weg zu bleiben. Unterwegs konnten wir noch einmal die Vernagthütte und Breslauer Hütte sehen und mit dem Fernglas die Wege suchen. Zurück über die (2) Rofanhöfe 2011m und die Hängerbrücke kamen wir in das Dorf. Dort gab es zu Ehren von "Ötzi" eine Ausstellung, die wir besuchten.
Dann traten wir die Heimreise nach einer wunderschönen Tour an, die wir im Herzen der Ötztaler Alpen durchgeführt hatten.

Bildergalerie:


  • 1) Hochjoch Hospiz 2412m
  • 2) Rofenhöfe 2011m
  • 3) Vent 1900m
Abbildung Höhenprofil

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Eine Erklärung zu den Symbolen und den Daten der Tagesetappen finden Sie unter dem Link "Zeichenerklärung". Weitere Informationen zur Tourenplanung und eine Checkliste stehen für Sie in der Rubrik "Hinweise" bereit.


Inhalt Ergänzungen
Inhalt Ergänzungen
Landkarte
Landkarte Österreich
  Österreich / Tirol
Tourenplan
Skizze zum Tourenverlauf Skizze zum Tourenverlauf
Höhenprofil
Höhenprofil zum Tourenverlauf

Für diese Tour stehen keine GPX-Dateien zum Download bereit.

Anreise

Die Anreise erfolgte von Berlin nach München und weiter über den Fernpass in Richtung Imst. Hier ging es auf die Tiroler Bundesstraße im Inntal bis zur Einfahrt in das Ötztal. Alternativ kann auf dem kurzen Stück auch die mautpflichtige Autobahn genutzt werden. Dann hinein in das Ötztal, durch Sölden und weiter in Richtung Obergurgl. Hinter Sölden dann nach Vent abbiegen und bis zum Talschluss durchfahren.

Skizze Anfahrtbeschreibung
 
   Parkmöglichkeiten

In Vent habe ich das Auto an der kleinen Kirche abgestellt und bin durch den Ort zum Startpunkt gelaufen. Es war nur dieser Parkplatz im gesamten Ort gebührenfrei.

Bewirtschaftung Hütten

In den folgenden Monaten sind die Hütten auf der Tour bewirtschaftet.


Symbol für Kalender

Zusätzliche Hinweise:
Begehung wird nur mit Bergführer empfohlen.

Ausrüstung

Anbei können Sie eine Liste ansehen, die die empfohlene Ausrüstung für diese Tour beinhaltet.


Symbol für Dokument

Download Ausrüstungsliste

Zusätzliche Informationen finden Sie unter dem Link "Ausrüstung".

Wanderkarten
  • Kompasskarte Nr.: 43
  • AV-Karte Nr.: 30/2
Anbei finden Sie einige Links aus dem Internet, die hilfreich für die Vorbereitung der Tour sind:
Weitere Tourenvorschläge:
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Logo für Uhrzeit 6 Tage Logo für Kalender 2009

Letzte Aktualisierung: 29.12.2016 - 17:21


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